Study Areas und Module

Flexible Strukturen und Module mit Wahloptionen ermöglichen eine individuelle Profilbildung für den späteren Beruf

Prüfungsordnung 2017, Studienbeginn ab WS 2017/18

Empfohlener Studienablaufplan

Insgesamt erwerben Sie 28 ECTS

Sie belegen folgende Kurse:

- Vorlesung Research Design I (Study Area 1, 9 ECTS)

- Informationskompetenz (Study Area 1, 5 ECTS)

- Grundlagenseminar im gewählten Schwerpunkt (Study Area 2, 7 ECTS)

- Grundlagenseminar aus einem anderen Schwerpunkt (Study Area 2, 7 ECTS)

Insgesamt erwerben Sie 30 ECTS

Sie belegen folgende Kurse:

- Vorlesung Research Design II (Study Area 1, 9 ECTS)

- Seminar I im gewählten Schwerpunkt (Study Area 3, 7 ECTS)

- Seminar II im gewählten Schwerpunkt (Study Area 3, 7 ECTS)

- Seminar aus dem Wahlpflichtbereich (Study Area 4, 7 ECTS)

Insgesamt erwerben Sie 32 ECTS

Sie belegen folgende Kurse:

- Kolloquium als Vorbereitung der Masterarbeit (Study Area 1, 4 ECTS)

- Seminar in einem anderen Schwerpunkt (Study Area 3, 7 ECTS)

- Seminar aus dem Wahlpflichtbereich (Study Area 4, 7 ECTS)

- Seminar aus dem Wahlpflichtbereich (Study Area 4, 7 ECTS)

- Seminar aus dem Wahlpflichtbereich (Study Area 4, 7 ECTS)

Insgesamt erwerben Sie 30 ECTS

Sie verfassen eine Masterarbeit im Umfang von 30 ECTS. Hierfür haben Sie eine Bearbeitungszeit von 4 Monaten.

Schaubild Studienplan

Struktur und Study Areas

Allgemeiner Überblick

Eine Spezialisierung in einer der Spezialisierungen ist erfolgt, wenn

  • in Study Area2 ein Grundlagenseminar in der Spezialisierung belegt wurde,
  • in Study Area 3 zwei Seminare aus dem Programm der Spezialisierung belegt wurden,
  • die MA-Arbeit zu einem Themenbereich der Spezialisierung geschrieben wurde.
  • Darüber hinaus können Studierende eine Spezialisierung im Bereich der Methoden der empirischen Politik- und Verwaltungsforschung erwerben, wenn Sie in Study Area 4 mindestens drei Seminare aus diesem Bereich belegt haben.

Nachfolgend werden die Study Areas des Master-Studiengangs ausführlich beschrieben. Eine Übersicht über die Study Areas und Module findet sich auch im Modulhandbuch.

 

Study Area 1 - Methods

Ziel der Methodenausbildung im Master Politik- und Verwaltungswissenschaft ist es, die Studierenden zu befähigen, selbständig Forschungsfragen zu beantworten. Dies bedeutet, dass ihre Grundlagenkenntnisse der politik- und verwaltungswissenschaftlichen Methoden systematisch erweitert werden, dass sie eigenständig theoretische Modelle erarbeiten können, erfolgreich Fälle für die Überprüfung der Hypothesen auswählen lernen und eine gezielte Auswahl der Grundlagedesigns und der passenden empirischen Methoden vermittelt bekommen. Ferner sollen die Studierenden eine umfassende Informationskompetenz erwerben und mit den modernsten Recherchemethoden vertraut werden. Schließlich sollen sie ihre Fähigkeit vervollkommnen, wissenschaftliche Fragestellungen und Ergebnisse schriftlich wie mündlich klar und verständlich zu präsentieren.

Der Kurs Forschungslogik I (Research Design I) teilt sich in drei Blöcke auf: Im ersten Block werden Grundkenntnisse der Wissenschaftsphilosophie vermittelt, die Frage der Kausalität erörtert und die Teilnehmer im Aufbau von theoretischen Modellen unterrichtet. Dabei werden die Grundlagen der Erwartungsnutzentheorie und der Spieltheorie sowie der Computersimulation vorgestellt. In diesem ersten Teil erhalten die Teilnehmer die grundlegende Fähigkeit, selbständig wissenschaftliche Veröffentlichungen zu beurteilen. Zusätzliche Schwerpunkte sind die Hypothesenbildung und die Diskussion darüber, welche Konsequenzen für die empirische Forschung bestimmte Hypothesentypen haben. Der zweite Teil des Kurses dient der Vorstellung grundlegender Forschungsdesigns, wobei das Schwergewicht bei den quasiexperimentellen und den experimentellen Designs liegt. Im abschließenden Teil werden die Teilnehmer dazu befähigt, selbständig Datenanalysen durchzuführen bzw. die Datenanalysen in veröffentlichten Zeitschriftenartikeln zu überprüfen. Dazu findet eine Einführung in Standardstatistiksoftware (v.a. STATA und R) statt, und einige grundlegende quantitative Methoden werden vorgestellt (OLS, Logit/Probit-Regressionen, Zähldatenregressionen, Panelanalysen, Zeitreihenanalysen). Der Kurs vermittelt überdies eine Einführung dazu, wie ein wissenschaftlicher Artikel aufzubauen ist und welche Art von wissenschaftlicher Sprache und Illustration angemessen ist.

Im Bereich Forschungslogik II (Research Design II) werden verschiedene Kurse zu unterschiedlichen Themen der Methodenausbildung angeboten, die von eher quantitativ zu eher qualitativen Forschungsansätze reichen. Studierende haben aus diesem Angebot einen Kurs verpflichtend zu wählen.

Unter Informationskompetenz wird allgemein die Fähigkeit verstanden, einen Informationsbedarf zu formulieren, eine Recherchestrategie aufzubauen, Quellen auszuwählen, darin zu recherchieren, Ergebnisse zu bewerten und weiter zu verarbeiten. Informationskompetenz ist somit ein notwendiger Bestandteil wissenschaftlichen Arbeitens und gleichzeitig eine zunehmend wichtige Qualifikation für den Beruf. Im KursInformationskompetenz (Information Literacy) werden, aufbauend auf den vorhandenen Kenntnissen und angepasst an die politik- und verwaltungswissenschaftlichen Forschungsfragen der Studierenden, die wichtigsten Bausteine der Informationskompetenz vermittelt und in praktischen Anwendungen vertieft: Dazu gehören selbstverständlich Recherche, Bewertung oder Zitierung, aber z.B. auch die ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie ethische Fragestellungen des Umgangs mit wissenschaftlicher Information.

Die verbindliche Teilnahme der Master-Kandidaten an einem MA-Kolloquium der Professoren des Fachbereichs dient der intensiven Vorbereitung und Betreuung der Masterarbeit. Hier werden Fragestellung, Forschungsdesign und Vorgehensweise jeder Arbeit mit dem betreuenden Professor und anderen Kandidaten diskutiert, und die Studierenden erhalten die Gelegenheit, ihre Präsentationstechniken zu vervollkommnen. Darüber hinaus erfolgt eine vertiefende Behandlung von politik- und verwaltungswissenschaftlichen Theorien und Methoden am Beispiel der konkreten Projekte der Master-Kandidaten.

Study Area 2: Theories

Die Studierenden sollen die Grundlagentheorien des gewählten Spezialisierungsprogramms kennen lernen, sich selbständig mit der aktuellen Fachdiskussion vertraut machen und wissenschaftliche Artikel beurteilen lernen. Sie sollen einen Überblick auch über die Grundlagen mindestens eines anderen Programms erwerben und dessen Bezüge zu den Fragestellungen im eigenen Programm erkennen. In jedem Programm des Masterstudiengangs wird ein Grundlagenseminar angeboten; von diesen vier Grundlagenseminaren müssen die Studierenden zwei auswählen; eines davon in der angestrebten Programmspezialisierung.

Grundlagenseminar "International Relations and European Cooperation"

Das Grundlagenseminar “International Relations and European Cooperation“ bietet eine Übersicht zu den wichtigsten theoretischen Perspektiven und analytischen Ansätzen innerhalb der politikwissenschaftlichen Teildisziplin der Internationalen Beziehungen im Allgemeinen und der Theorie und Empirie der regionalen Integration im Besonderen. Das Schwergewicht der Präsentationen liegt dabei auf der Theorie, der Konzeptualisierung und der Methodenlehre, wie sie in der aktuellen IB-Forschung zum Ausdruck kommt. Der erste Teil des Kurses beschäftigt sich mit den zeitgenössischen Entwicklungen in der IB-Theorie, der Konfliktforschung und der Außenpolitikanalyse, während der zweite Teil sich der regionalen Kooperation und der Entscheidungsfindung innerhalb der EU annimmt.

Grundlagenseminar "Vergleichende Politik und Policy-Analyse"

Im Grundlagenseminar "Vergleichende Politik und Policy-Analyse" wird in zentrale Fragestellungen, analytische Konzepte und Theorien der vergleichenden Politikwissenschaft und der vergleichenden Policy-Forschung eingeführt. Dabei wird ein genereller Überblick über beide Forschungsfelder vermittelt, der die Studierendem auf vertieftem und anspruchsvollem Niveau mit dem aktuellen Stand der Forschung vertraut macht und die Basis für die weiteren Programmseminare legt. Im Bereich der vergleichenden Politik dient das Grundlagenseminar zur Vertiefung des im Bacherlorstudium behandelten Stoffes zur vergleichenden Politikwissenschaft. Es vermittelt grundlegende und vertiefende Kenntnisse über Ansätze, Theorien und Methoden sowie einige zentrale Forschungsfelder der vergleichenden Politikforschung. Behandelt werden beispielsweise Herrschaftsformen und Regierungssysteme; Wahl- und Parteiensysteme; Elemente vertikaler wie horizontaler Machtteilung, Parteiensysteme; und Aspekte der politische Kultur. Bei der Vermittlung von Kenntnissen über die Disziplin werden insbesondere die jüngsten methodischen wie inhaltlichen Entwicklungen in den Forschungsfeldern berücksichtigt. Im Bereich der vergleichenden Policy-Forschung werden zentrale Konzepte und Theorien anhand aktueller Forschungsfelder diskutiert. Hierzu zählt etwa die Analyse von Effekten der europäischen Integration (Europäisierung) und verstärkten internationalen institutionellen und wirtschaftlichen Verflechtung auf die Rahmenbedingungen der nationalen Politikgestaltung, die Analyse des Einflusses von Parteien, Interessengruppen und nationalen institutionellen Bedingungen auf die Regierungstätigkeit die Analyse von Phänomenen der Diffusion, des Transfers und der Konvergenz nationaler Politiken oder die Analyse von Problemen und Prozessen der Implementation politischer Programme. Prozesse der Politikgestaltung werden auf der Basis von Theorien und Konzepten diskutiert, die Entwicklungen im Vergleich zwischen unterschiedlichen Politiksektoren und Ländern bzw. unterschiedlichen staatlichen Ebenen analysieren.

Grundlagenseminar "International Administration and Conflict Management"

Das Grundlagenseminar International Administration and Conflict Management bietet eine Einführung in sozialwissenschaftliche Theorien des Konflikts und der Konfliktbeilegung sowie in Strategien der Post-Conflict Reconstruction. Im ersten Teil befasst sich das Seminar mit der Rolle von Konflikten in der Politik und der Politikwissenschaft, mit Definitionen und mit Typologien von Konflikten sowie mit den verschiedenen Instrumenten und Methoden, die in der Politikwissenschaft zur Analyse von Konflikten und ihren Ursachen entwickelt wurden. In diesem Teil des Seminars wird Konflikt auf einer hohen Abstraktionsebene behandelt. Daher umfasst dieser Teil sowohl inner-, als auch zwischenstaatliche Konflikte und sowohl gewalttätige als auch nicht gewalttätige Konflikte. Im zweiten Teil werden Theorien des Konfliktmanagements behandelt. Der Schwerpunkt liegt hier auf konsens- und kommunikationsbasierten Verfahren wie Verhandlung, Mediation, Konflikttransformation und Deliberation. Gegenstand der Lehre sind sowohl allgemeine Verfahren zur Konfliktlösung als auch solche, die besonders auf die Beilegung gewalttätiger Konflikte innerhalb eines Staates zielen wie z.B. Verhandlungen zwischen ethnischen oder religiösen Gruppen. Im dritten Teil des Grundlagenseminars werden die Studierenden in politische und organisatorische Strategien des Wiederaufbaus konfliktgeschädigter Regionen (Post-Conflict Reconsruction) eingeführt, wie sie üblicherweise in Form von Friedenseinsätzen (Peacebuilding Operations) und Interimsregierungen (International Interim Administration) seitens der Vereinten Nationen praktiziert werden. Im Mittelpunkt steht das UN System, insbesondere die Planung von friedenserhaltenden und friedensstiftenden Maßnahmen (Peacekeeping and Peacebuilding Missions), deren administrative und finanzielle Organisationsstruktur sowie die damit einhergehenden politischen und betrieblichen Herausforderungen. Dies schließt eine Reihe an exemplarischen Fallstudien ein, anhand derer die Bedingungen für den Erfolg und das Scheitern solcher Einsätze beurteilt werden. Dabei wird vor allem der Frage nachgegangen, auf welche Art und Weise die ausgehandelten Vereinbarungen durch die Verwaltung umgesetzt werden.

Grundlagenseminar "Management"

Das Grundlagenseminar "Management" führt in die zentralen Fragestellungen, Theorien und Konzepte der  Strategie-, Organisations-, Personal- und Führungsforschung ein. Dabei wird ein genereller Überblick vermittelt, der im weiteren Verlauf des Studiums anhand wechselnder aktueller Themenstellungen vertieft wird. Im Bereich  Strategie wird dazu in Konzepte der inhaltlichen und prozessbezogenen Strategiegestaltung eingeführt. Im Bereich Organisation werden ausgewählte aktuelle Theorieansätze, insbesondere zu Verhalten und Dynamik von/in Organisationen auch vor dem Hintergrund ihrer Bedeutung für die Strukturgestaltung diskutiert. Im Bereich Personal stehen neben den Funktionsbereichen des Personalmanagements mit den entsprechenden theoretischen Grundlagen, Fragen der strategischen Ausrichtung im Blickpunkt. Im Bereich Führung steht die Analyse der Zusammenhänge zwischen Führung und Organisationserfolg auf unterschiedlichen Ebenen und im Hinblick auf verschiedene Erfolgskriterien (z.B. Leistung, Organizational Citizenship Behavior, Innovatiovität) im Vordergrund.

Study Area 3: Applied methods and theories

Die Seminare I bis Seminar III sind themenspezifische Kurse, in denen die Studierenden die bereits erworbenen grundlegenden methodischen, empirischen und theoretischen Kenntnisse und Fertigkeiten anhand ausgewählter und in der einschlägigen Literatur diskutierter Forschungsfragen vertiefen und einen breiteren Überblick über die Fragestellungen im Programm der Spezialisierung gewinnen sollen. Die Studierenden müssen in dieser Study Area drei Seminare besuchen, davon zwei in der angestrebten Programmspezialisierung und  eines in einem anderen Programm.

Study Area 4: Elective courses

 

Ziel dieser Study Area ist zum einen in den Wahlpflichtkursen I und II die Vertiefung der in den Study Areas 2 und 3 erworbenen Kenntnisse in zwei weiteren Seminaren, die die Studierenden gemäß ihrer individuellen Schwerpunktsetzung aus dem Kursangebot des Masterstudiengangs Politik- und Verwaltungswissenschaft wählen können.

Zum anderen steht Vermittlung zentraler Theorien, Methoden und Forschungsfragen aus benachbarten Disziplinen (Soziologie, Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Geschichtswissenschaft, Philosophie, Psychologie) bzw. aus anderen Spezialisierungsprogrammen des MA-Studiengangs Politik- und Verwaltungswissenschaft im Vordergrund. Dabei sollen Anknüpfungspunkte und Querbezüge zu den Fragestellungen im gewählten Programm erarbeitet werden. In den Wahlpflichtkursen III und IV können daher Seminare aus dem Angebot der genannten benachtbarten Disziplinen gewählt werden oder alternativ aus dem Kursangebot des Masterstudiengangs Politik- und Verwaltungswissenschaft.

Studierende, die sich für eine Vertiefung im Bereich der Methoden der empirischen Politik- und Verwaltungsforschung interessieren, haben die Möglichkeit, in Study Area 4 Kurse aus diesem Bereich zu belegen. Werden mindestens drei Kurse im Methodenbereich erfolgreich abgeschlossen, wird diese Spezialisierung besonders im Masterzeugnis aufgeführt.

 

Master Dissertation / Thesis

Die Studierenden sollen innerhalb einer vorgegebenen Zeit von vier Monaten selbständig ein Thema aus dem Bereich des gewählten Spezialisierungsprogramms nach wissenschaftlichen Grundsätzen und Methoden bearbeiten und die Ergebnisse in Form einer schriftlichen Arbeit dokumentieren. Sie sollen in der Lage sein, sich selbständig einen Arbeitsplan zur Anfertigung dieser Arbeit zu erstellen, eigenständig Kenntnisse über den aktuellen Stand der Fachliteratur zu erwerben, ein abgegrenztes, eigenständigen Forschungsprojekts durchzuführen und die dabei erforderlichen Methoden kompetent anzuwenden.

PO 2008, Studienbeginn  vor WS 2016/17

Empfohlener Studienablaufplan

Insgesamt erwerben sie 28 ECTS

Sie belegen folgende Kurse:

- Vorlesung Research Design I (Modul 1, 9 ECTS)

- Informationskompetenz (Modul 1, 5 ECTS)

- Grundlagenseminar im gewählten Schwerpunkt (Modul 2, 7 ECTS)

- Grundlagenseminar aus einem anderen Schwerpunkt (Modul 2, 7 ECTS)

Insgesamt erwerben sie 30 ECTS

Sie belegen folgende Kurse:

- Vorlesung Research Design II (Modul 1, 9 ECTS)

- Seminar I im gewählten Schwerpunkt (Modul 3, 7 ECTS)

- Seminar II im gewählten Schwerpunkt (Modul 3, 7 ECTS)

- Seminar aus dem Wahlpflichtbereich (Modul 4, 7 ECTS)

Insgesamt erwerben sie 32 ECTS

Sie belegen folgende Kurse:

- Kolloquium als Vorbereitung der Masterarbeit (Modul 1, 4 ECTS)

- Seminar in einem anderen Schwerpunkt (Modul 3, 7 ECTS)

- Seminar aus dem Wahlpflichtbereich (Modul 4, 7 ECTS)

- Seminar aus dem Wahlpflichtbereich (Modul 4, 7 ECTS)

- Seminar aus dem Wahlpflichtbereich (Modul 4, 7 ECTS)

Insgesamt erwerben sie 30 ECTS

Sie verfassen eine Masterarbeit im Umfang von 30 ECTS. Hierfür haben Sie eine Bearbeitungszeit von 4 Monaten.

Schaubild Studienplan

Struktur und Module

Allgemeiner Überblick

Eine Spezialisierung in einer der Spezialisierungen ist erfolgt, wenn

  • in Modul 2 ein Grundlagenseminar in der Spezialisierung belegt wurde,
  • in Modul 3 zwei Seminare aus dem Programm der Spezialisierung belegt wurden,
  • die MA-Arbeit zu einem Themenbereich der Spezialisierung geschrieben wurde.
  • Darüber hinaus können Studierende eine Spezialisierung im Bereich der Methoden der empirischen Politik- und Verwaltungsforschung erwerben, wenn Sie in Modul 4 mindestens drei Seminare aus diesem Bereich belegt haben.

Nachfolgend werden die Module des Master-Studiengangs ausführlich beschrieben. Eine Übersicht über die Module findet sich auch im Modulhandbuch.

 

Modul 1 - Methoden

Ziel der Methodenausbildung im Master Politik- und Verwaltungswissenschaft ist es, die Studierenden zu befähigen, selbständig Forschungsfragen zu beantworten. Dies bedeutet, dass ihre Grundlagenkenntnisse der politik- und verwaltungswissenschaftlichen Methoden systematisch erweitert werden, dass sie eigenständig theoretische Modelle erarbeiten können, erfolgreich Fälle für die Überprüfung der Hypothesen auswählen lernen und eine gezielte Auswahl der Grundlagedesigns und der passenden empirischen Methoden vermittelt bekommen. Ferner sollen die Studierenden eine umfassende Informationskompetenz erwerben und mit den modernsten Recherchemethoden vertraut werden. Schließlich sollen sie ihre Fähigkeit vervollkommnen, wissenschaftliche Fragestellungen und Ergebnisse schriftlich wie mündlich klar und verständlich zu präsentieren.

Der Kurs Forschungslogik I (Research Design I) teilt sich in drei Blöcke auf: Im ersten Block werden Grundkenntnisse der Wissenschaftsphilosophie vermittelt, die Frage der Kausalität erörtert und die Teilnehmer im Aufbau von theoretischen Modellen unterrichtet. Dabei werden die Grundlagen der Erwartungsnutzentheorie und der Spieltheorie sowie der Computersimulation vorgestellt. In diesem ersten Teil erhalten die Teilnehmer die grundlegende Fähigkeit, selbständig wissenschaftliche Veröffentlichungen zu beurteilen. Zusätzliche Schwerpunkte sind die Hypothesenbildung und die Diskussion darüber, welche Konsequenzen für die empirische Forschung bestimmte Hypothesentypen haben. Der zweite Teil des Kurses dient der Vorstellung grundlegender Forschungsdesigns, wobei das Schwergewicht bei den quasiexperimentellen und den experimentellen Designs liegt. Im abschließenden Teil werden die Teilnehmer dazu befähigt, selbständig Datenanalysen durchzuführen bzw. die Datenanalysen in veröffentlichten Zeitschriftenartikeln zu überprüfen. Dazu findet eine Einführung in Standardstatistiksoftware (v.a. STATA und R) statt, und einige grundlegende quantitative Methoden werden vorgestellt (OLS, Logit/Probit-Regressionen, Zähldatenregressionen, Panelanalysen, Zeitreihenanalysen). Der Kurs vermittelt überdies eine Einführung dazu, wie ein wissenschaftlicher Artikel aufzubauen ist und welche Art von wissenschaftlicher Sprache und Illustration angemessen ist.

Im Bereich Forschungslogik II (Research Design II) werden verschiedene Kurse zu unterschiedlichen Themen der Methodenausbildung angeboten, die von eher quantitativ zu eher qualitativen Forschungsansätze reichen. Studierende haben aus diesem Angebot einen Kurs verpflichtend zu wählen.

Unter Informationskompetenz wird allgemein die Fähigkeit verstanden, einen Informationsbedarf zu formulieren, eine Recherchestrategie aufzubauen, Quellen auszuwählen, darin zu recherchieren, Ergebnisse zu bewerten und weiter zu verarbeiten. Informationskompetenz ist somit ein notwendiger Bestandteil wissenschaftlichen Arbeitens und gleichzeitig eine zunehmend wichtige Qualifikation für den Beruf. Im KursInformationskompetenz (Information Literacy) werden, aufbauend auf den vorhandenen Kenntnissen und angepasst an die politik- und verwaltungswissenschaftlichen Forschungsfragen der Studierenden, die wichtigsten Bausteine der Informationskompetenz vermittelt und in praktischen Anwendungen vertieft: Dazu gehören selbstverständlich Recherche, Bewertung oder Zitierung, aber z.B. auch die ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie ethische Fragestellungen des Umgangs mit wissenschaftlicher Information.

Die verbindliche Teilnahme der Master-Kandidaten an einem MA-Kolloquium der Professoren des Fachbereichs dient der intensiven Vorbereitung und Betreuung der Masterarbeit. Hier werden Fragestellung, Forschungsdesign und Vorgehensweise jeder Arbeit mit dem betreuenden Professor und anderen Kandidaten diskutiert, und die Studierenden erhalten die Gelegenheit, ihre Präsentationstechniken zu vervollkommnen. Darüber hinaus erfolgt eine vertiefende Behandlung von politik- und verwaltungswissenschaftlichen Theorien und Methoden am Beispiel der konkreten Projekte der Master-Kandidaten.

Modul 2: Theoretische und empirische Grundlagen

Die Studierenden sollen die Grundlagentheorien des gewählten Spezialisierungsprogramms kennen lernen, sich selbständig mit der aktuellen Fachdiskussion vertraut machen und wissenschaftliche Artikel beurteilen lernen. Sie sollen einen Überblick auch über die Grundlagen mindestens eines anderen Programms erwerben und dessen Bezüge zu den Fragestellungen im eigenen Programm erkennen. In jedem Programm des Masterstudiengangs wird ein Grundlagenseminar angeboten; von diesen vier Grundlagenseminaren müssen die Studierenden zwei auswählen; eines davon in der angestrebten Programmspezialisierung.

Grundlagenseminar "International Relations and European Cooperation"

Das Grundlagenseminar “International Relations and European Cooperation“ bietet eine Übersicht zu den wichtigsten theoretischen Perspektiven und analytischen Ansätzen innerhalb der politikwissenschaftlichen Teildisziplin der Internationalen Beziehungen im Allgemeinen und der Theorie und Empirie der regionalen Integration im Besonderen. Das Schwergewicht der Präsentationen liegt dabei auf der Theorie, der Konzeptualisierung und der Methodenlehre, wie sie in der aktuellen IB-Forschung zum Ausdruck kommt. Der erste Teil des Kurses beschäftigt sich mit den zeitgenössischen Entwicklungen in der IB-Theorie, der Konfliktforschung und der Außenpolitikanalyse, während der zweite Teil sich der regionalen Kooperation und der Entscheidungsfindung innerhalb der EU annimmt.

Grundlagenseminar "Vergleichende Politik und Policy-Analyse"

Im Grundlagenseminar "Vergleichende Politik und Policy-Analyse" wird in zentrale Fragestellungen, analytische Konzepte und Theorien der vergleichenden Politikwissenschaft und der vergleichenden Policy-Forschung eingeführt. Dabei wird ein genereller Überblick über beide Forschungsfelder vermittelt, der die Studierendem auf vertieftem und anspruchsvollem Niveau mit dem aktuellen Stand der Forschung vertraut macht und die Basis für die weiteren Programmseminare legt. Im Bereich der vergleichenden Politik dient das Grundlagenseminar zur Vertiefung des im Bacherlorstudium behandelten Stoffes zur vergleichenden Politikwissenschaft. Es vermittelt grundlegende und vertiefende Kenntnisse über Ansätze, Theorien und Methoden sowie einige zentrale Forschungsfelder der vergleichenden Politikforschung. Behandelt werden beispielsweise Herrschaftsformen und Regierungssysteme; Wahl- und Parteiensysteme; Elemente vertikaler wie horizontaler Machtteilung, Parteiensysteme; und Aspekte der politische Kultur. Bei der Vermittlung von Kenntnissen über die Disziplin werden insbesondere die jüngsten methodischen wie inhaltlichen Entwicklungen in den Forschungsfeldern berücksichtigt. Im Bereich der vergleichenden Policy-Forschung werden zentrale Konzepte und Theorien anhand aktueller Forschungsfelder diskutiert. Hierzu zählt etwa die Analyse von Effekten der europäischen Integration (Europäisierung) und verstärkten internationalen institutionellen und wirtschaftlichen Verflechtung auf die Rahmenbedingungen der nationalen Politikgestaltung, die Analyse des Einflusses von Parteien, Interessengruppen und nationalen institutionellen Bedingungen auf die Regierungstätigkeit die Analyse von Phänomenen der Diffusion, des Transfers und der Konvergenz nationaler Politiken oder die Analyse von Problemen und Prozessen der Implementation politischer Programme. Prozesse der Politikgestaltung werden auf der Basis von Theorien und Konzepten diskutiert, die Entwicklungen im Vergleich zwischen unterschiedlichen Politiksektoren und Ländern bzw. unterschiedlichen staatlichen Ebenen analysieren.

Grundlagenseminar "International Administration and Conflict Management"

Das Grundlagenseminar International Administration and Conflict Management bietet eine Einführung in sozialwissenschaftliche Theorien des Konflikts und der Konfliktbeilegung sowie in Strategien der Post-Conflict Reconstruction. Im ersten Teil befasst sich das Seminar mit der Rolle von Konflikten in der Politik und der Politikwissenschaft, mit Definitionen und mit Typologien von Konflikten sowie mit den verschiedenen Instrumenten und Methoden, die in der Politikwissenschaft zur Analyse von Konflikten und ihren Ursachen entwickelt wurden. In diesem Teil des Seminars wird Konflikt auf einer hohen Abstraktionsebene behandelt. Daher umfasst dieser Teil sowohl inner-, als auch zwischenstaatliche Konflikte und sowohl gewalttätige als auch nicht gewalttätige Konflikte. Im zweiten Teil werden Theorien des Konfliktmanagements behandelt. Der Schwerpunkt liegt hier auf konsens- und kommunikationsbasierten Verfahren wie Verhandlung, Mediation, Konflikttransformation und Deliberation. Gegenstand der Lehre sind sowohl allgemeine Verfahren zur Konfliktlösung als auch solche, die besonders auf die Beilegung gewalttätiger Konflikte innerhalb eines Staates zielen wie z.B. Verhandlungen zwischen ethnischen oder religiösen Gruppen. Im dritten Teil des Grundlagenseminars werden die Studierenden in politische und organisatorische Strategien des Wiederaufbaus konfliktgeschädigter Regionen (Post-Conflict Reconsruction) eingeführt, wie sie üblicherweise in Form von Friedenseinsätzen (Peacebuilding Operations) und Interimsregierungen (International Interim Administration) seitens der Vereinten Nationen praktiziert werden. Im Mittelpunkt steht das UN System, insbesondere die Planung von friedenserhaltenden und friedensstiftenden Maßnahmen (Peacekeeping and Peacebuilding Missions), deren administrative und finanzielle Organisationsstruktur sowie die damit einhergehenden politischen und betrieblichen Herausforderungen. Dies schließt eine Reihe an exemplarischen Fallstudien ein, anhand derer die Bedingungen für den Erfolg und das Scheitern solcher Einsätze beurteilt werden. Dabei wird vor allem der Frage nachgegangen, auf welche Art und Weise die ausgehandelten Vereinbarungen durch die Verwaltung umgesetzt werden.

Grundlagenseminar "Management"

Das Grundlagenseminar "Management" führt in die zentralen Fragestellungen, Theorien und Konzepte der  Strategie-, Organisations-, Personal- und Führungsforschung ein. Dabei wird ein genereller Überblick vermittelt, der im weiteren Verlauf des Studiums anhand wechselnder aktueller Themenstellungen vertieft wird. Im Bereich  Strategie wird dazu in Konzepte der inhaltlichen und prozessbezogenen Strategiegestaltung eingeführt. Im Bereich Organisation werden ausgewählte aktuelle Theorieansätze, insbesondere zu Verhalten und Dynamik von/in Organisationen auch vor dem Hintergrund ihrer Bedeutung für die Strukturgestaltung diskutiert. Im Bereich Personal stehen neben den Funktionsbereichen des Personalmanagements mit den entsprechenden theoretischen Grundlagen, Fragen der strategischen Ausrichtung im Blickpunkt. Im Bereich Führung steht die Analyse der Zusammenhänge zwischen Führung und Organisationserfolg auf unterschiedlichen Ebenen und im Hinblick auf verschiedene Erfolgskriterien (z.B. Leistung, Organizational Citizenship Behavior, Innovatiovität) im Vordergrund.

Modul 3: Angewandte Methoden und Theorien

Die Seminare I bis Seminar III sind themenspezifische Kurse, in denen die Studierenden die bereits erworbenen grundlegenden methodischen, empirischen und theoretischen Kenntnisse und Fertigkeiten anhand ausgewählter und in der einschlägigen Literatur diskutierter Forschungsfragen vertiefen und einen breiteren Überblick über die Fragestellungen im Programm der Spezialisierung gewinnen sollen. Die Studierenden müssen in diesem Modul drei Seminare besuchen, davon zwei in der angestrebten Programmspezialisierung und  eines in einem anderen Programm.

Modul 4: Wahlpflichtbereich

Ziel dieses Moduls ist zum einen in den Wahlpflichtkursen I und II die Vertiefung der in Modul 2 und 3 erworbenen Kenntnisse in zwei weiteren Seminaren, die die Studierenden gemäß ihrer individuellen Schwerpunktsetzung aus dem Kursangebot des Masterstudiengangs Politik- und Verwaltungswissenschaft wählen können.

Zum anderen steht Vermittlung zentraler Theorien, Methoden und Forschungsfragen aus benachbarten Disziplinen (Soziologie, Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Geschichtswissenschaft, Philosophie, Psychologie) bzw. aus anderen Spezialisierungsprogrammen des MA-Studiengangs Politik- und Verwaltungswissenschaft im Vordergrund. Dabei sollen Anknüpfungspunkte und Querbezüge zu den Fragestellungen im gewählten Programm erarbeitet werden. In den Wahlpflichtkurse III und IV können daher Seminare aus dem Angebot der genannten benachtbarten Disziplinen gewählt werden oder alternativ aus dem Kursangebot des Masterstudiengangs Politik- und Verwaltungswissenschaft.

Studierende, die sich für eine Vertiefung im Bereich der Methoden der empirischen Politik- und Verwaltungsforschung interessieren, haben die Möglichkeit, in Modul 4 Kurse aus diesem Bereich zu belegen. Werden mindestens drei Kurse im Methodenbereich erfolgreich abgeschlossen, wird diese Spezialisierung besonders im Masterzeugnis aufgeführt.

Masterarbeit

Die Studierenden sollen innerhalb einer vorgegebenen Zeit von vier Monaten selbständig ein Thema aus dem Bereich des gewählten Spezialisierungsprogramms nach wissenschaftlichen Grundsätzen und Methoden bearbeiten und die Ergebnisse in Form einer schriftlichen Arbeit dokumentieren. Sie sollen in der Lage sein, sich selbständig einen Arbeitsplan zur Anfertigung dieser Arbeit zu erstellen, eigenständig Kenntnisse über den aktuellen Stand der Fachliteratur zu erwerben, ein abgegrenztes, eigenständigen Forschungsprojekts durchzuführen und die dabei erforderlichen Methoden kompetent anzuwenden.