Laufende Dritt­mittel­projekte

Sie finden auf dieser Seite eine Übersicht über aktuell laufende Forschungsprojekte am Fachbereich. Abgeschlossene Projekte finden Sie auf der Unterseite "abgeschlossene Projekte".

Reinhart Koselleck-Projekt: Schwarze Schwäne in der Verwaltung - Prof. Dr. Wolfgang Seibel

Dass Gefährdungen physischer Sicherheit durch
Verwaltungsversagen selten sind, bedeutet nicht,
dass die ihnen zugrundeliegenden Mechanismen es
ebenfalls sind. Obwohl die öffentliche Verwaltung in
ihren Leitlinien eine „Null-Toleranz-Praxis“ gegenüber
physischen Gefährdungen praktiziert, also das
Wohl des Bürgers als unantastbares Gut behandelt
und Gefährdungen nicht zulässt, kommt es dennoch
zu riskanten Fehlentscheidungen und Organisationsmängeln.
In dem Projekt sollen die institutionellen
Mechanismen und Verantwortungsstrukturen, die
hinter solchen Gefährdungen stehen, analysiert
werden.
Untersuchungsfelder sind die öffentliche Infrastruktur
und Baumaßnahmen, die jugendamtliche Fürsorge,
Terrorismus- und Verbrechensbekämpfung, Katastrophenschutz
sowie die Planung und Organisation von
Massenveranstaltungen.
Die DFG vergibt Reinhart Koselleck-Projekte ausschließlich
für Pionierarbeit in der Forschung, die „in positivem
Sinne risikobehaftet“ ist. Dies trifft auch auf die
Erforschung von schwerwiegendem Verwaltungsversagen
zu, die auf verwaltungsinterne Auskunftsquellen und
Insiderwissen aus gravierenden Vorfällen angewiesen
ist. Die Forschenden müssen damit rechnen, auf
Widerstände, Vertuschungen
und verzerrende Darstellungen
zu stoßen.
Der Titel „Schwarze Schwäne
in der Verwaltung“ bezieht sich
auf die Metapher des Philosophen
Karl Popper vom schwarzen
Schwan. Die Aussage, alle Schwäne
seien weiß, wird durch die
Existenz eines einzigen schwarzen
Schwans widerlegt. Gerade
die extreme Seltenheit eines
schwarzen Schwans ist Anlass,
seiner besonderen Genetik auf den Grund zu gehen. Das
Gleiche gilt für schwerwiegendes Verwaltungsversagen
mit Verletzungen der physischen Integrität von Menschen.
Es sind extrem seltene Abweichungen vom Normalverhalten
der Verwaltung, aber sie können schon aus ethischen
Gründen und angesichts der unerlässlichen Prävention
nicht wie vernachlässigbare statistische ‚Ausreißer‘ behandelt
werden. Auch hier muss sich die Forschung auf
die „Genetik“, auf verallgemeinerbare kausale Mechanismen
konzentrieren.
Das Projekt hat eine Laufzeit von fünf Jahren und wird
mit 500.000€ gefördert.

The Mediating Effect of Mental Health on the Relationship between War Exposure and Social Capital - Prof. Dr. Katharina Holzinger

Projektinhalt: In addition to the devastating consequences
of wars in terms of deaths, human suffering, displacement,
and material destruction, war can have also notable
immaterial consequences. In our proposal we add to
the understanding of these immaterial legacies of violence
by combining insights of clinical psychology with
that of conflict research. To be more precise, we introduce
mental health as a mediating factor between war
exposure and social capital. To examine this linkage, we
plan to interview 400 randomly selected refugees in
three different African refugee camps. This small project,
forms part of a larger project funded by the University of
Zurich.
Projektleitung: Roos van der Haer und Tobias Hecker
Laufzeit: Mai 2017 bis Oktober 2017
Fördersumme: 4.000 Euro
Finanzierung durch: Interdisciplinary Collaborative Project
Programme of the Zukunftskolleg

Do Legislatures Enhance Democracy in Africa - Prof. Dr. Katharina Holzinger

Projektinhalt: Auswertung von parlamentarischen Debatten
und Abgeordnetenbefragungen in elektoralen
Autokratien in Afrika, Sieben Länderprojekte in Kamerun,
Gabun, Tansania, Togo, Simbabwe sowie den beiden
demokratischen Staaten Botswana und Benin als Vergleichsgröße
Projektleitung: Dr. Anja Osei
Laufzeit: fünf Jahre
Fördersumme: 1,5 Millionen Euro
Finanzierung durch: Europäischer Forschungsrat – ERC
Starting Grant

Expert support to benchmark existing open data tools with international experience and provide suggestions for improvement of S3P tools - Prof. Dr. Ines Mergel

Projektinhalt: In diesem Projekt stellt Prof. Mergel der
European Commission als Expertin ihre Forschungsergebnisse
zu Open Data-Plattformen in den USA zur Verfügung.
Der Report enthält zudem eine Evaluation und
Empfehlungen zur Verbesserung der Smart Specialization
Platform S3P der European Commission.
Projektleitung: Ines Mergel
Laufzeit: Juni – August 2017
Fördersumme: 9.000 Euro
Finanzierung durch: European Commission

Measuring violence and emergent hostility in ongoing civil wars: a mobile phone-based approach -Dr. Sebastian Schutte

Projektinhalt: Es wurden zwei Zeitreihenumfragen in Indien
und Kenia durchgeführt. Dabei wurden Theorien zur
Eskalation von religiöser Gewalt getestet und viele der
theoretischen Annahmen bestätigt.
Weitere Informationen unter: www.bundesstiftung-friedensforschung.
de/index.php/17-details-foerderprofil/
448-sp-schutte
Projektleitung: Sebastian Schutte
Projektmitarbeiter: Constantin Ruhe
Laufzeit: Oktober 2016 – September 2017
Fördersumme: 88.250 Euro
Finanzierung durch: Deutsche Stiftung Friedensforschung

Entstehung und gesellschaftliche Wirkung hybrider Organisationen im lokalen Krisenmanagement - Prof. Dr. Wolfgang Seibel

Projektinhalt: Das Projekt untersucht, wie deutsche Verwaltungsinstitutionen
auf und unterhalb der Landkreisebene
Krisenmanagement betreiben und wie sie dabei
zum Aufbau von brückenbildendem Sozialkapital beitragen
können, welches wiederum eine Kernvoraussetzung
gesellschaftlicher Resilienz ist. Ziele des Projekts sind,
Verwaltungshandeln im Krisenmanagement systematisch
zu erfassen, dessen Auswirkungen auf gesellschaftlichen
Zusammenhalt zu analysieren, um schließlich auf
Grundlage der Ergebnisse konkrete Handlungsempfehlungen
formulieren zu können. Der Untersuchung liegt
die Annahme zugrunde, dass Verwaltungsinstitutionen
die gesellschaftlichen Folgen von Krisen moderieren und
durch flexibles und partizipatives Krisenmanagement
positiv beeinflussen können. Die umfassende Darstellung
von Verwaltungshandeln in Krisensituationen ist einerseits
für die verwaltungswissenschaftliche Grundlagenforschung
von großem Interesse, andererseits kann sie
Verwaltungen, Öffentlichkeit und politischen Entscheidungsträgern
einen wichtigen Überblick und Benchmark
liefern. Erkenntnisse zu den Auswirkungen auf gesellschaftlichen
Zusammenhalt sind wiederum aus sozialwissenschaftlicher
Sicht relevant, da das Wissen über
Ursachen von Zusammenhalt und Sozialkapital noch unzureichend
ist. Die Ergebnisse des Projekts können ferner
eine Grundlage bilden für die Entwicklung von innovativen
Lösungsansätzen für effektives Verwaltungshandeln
im Krisenmanagement.
Projektleitung: Wolfgang Seibel, zusammen mit Steffen
Eckhard, LMU München und Florian Roth, ETH Zürich
Projektmitarbeiter: Lorenz Neuberger
Laufzeit: bis 2020
Fördersumme: 498.000 €, davon 276.000 € für Konstanz
Finanzierung durch: Bundesministerium für Bildung und
Forschung

Buchworkshop – Contingent Disruption: Political Power in the Digital Age -Junprof. Dr. Andreas Jungherr

Projektinhalt: Buchworkshop im Frühjahr 2018 zur Besprechung
eines Buchprojektes
Projektleitung: Andreas Jungherr
Laufzeit: Frühjahr 2018
Fördersumme: 8.844 Euro
Finanzierung durch: Cluster EXC 16: Kulturelle Grundlagen
von Integration

Kommunale Finanzausgleichssysteme und kommunale Steuern -Prof. Dr. Nathalie Behnke

Projektinhalt: Die Ausgestaltung der Finanzbeziehungen
zwischen öffentlichen Gebietskörperschaften stellt eines
der zentralen Elemente föderaler Staatsgefüge dar.
Einerseits determiniert die Finanzverfassung, welche
autonomen Gestaltungsspielräume einzelne Gebietskörperschaften
besitzen, da jede Ausübung staatlicher
Kompetenz eine aufgabenangemessene Finanzausstattung
erfordert. Andererseits spiegelt sie konkurrierende
fiskalpolitische Gerechtigkeits- und Solidaritätsvorstellungen
wider: Wie sollen die Staatseinnahmen zwischen
öffentlichen Gebietskörperschaften verteilt und wie stark
sollen die Prinzipien finanzielle Eigenverantwortung vs.
Solidarität gewichtet werden?
Untersuchungen zu den Finanzbeziehungen zwischen
Ländern und Gemeinden (staatliche Zuweisungen im
Rahmen kommunaler Finanzausgleichssysteme, kurz:
KFA) führen in der politik- und finanzwissenschaftlichen
Forschung bislang ein Nischendasein. Dies ist umso
überraschender, da Zuweisungen als zweitgrößte Einnahmekategorie
wesentlich zur fiskalischen Handlungsfähigkeit
der Gemeinden beitragen.
Im Rahmen dieses Projekts wird ein integrierter Datenbestand
an verschiedenen sozioökonomischen und finanzstatistischen
Daten in gemeindescharfer Abgrenzung,
d.h. für alle Kommunen Deutschlands, zwischen 2002
und 2013 aufgebaut. Hierzu gehören Daten der Kassenstatistik
(z.B. lokale Steuersätze, Einnahmen/Ausgaben
in verschiedenen Abgrenzungen), der Jahresrechnungsstatistik
(z.B. Daten über die Höhe der Zuweisungen, gegliedert
nach unterschiedlichen Zuweisungsarten) sowie
Daten aus den Abrechnungen zum KFA (z.B. Steuerkraftund
Bedarfsmesszahl, Umlagegrundlagen und -sätze)
sowie Wahlergebnisse der Kommunalwahlen, um für den
Einfluss lokalpolitischer Einflussfaktoren kontrollieren
zu können.
Der Datensatz sowie die thematische Ausrichtung des
Forschungsprojekts sind in Deutschland einzigartig, da
Fragen des Finanzausgleichs überwiegend an finanzwissenschaftlichen
Instituten untersucht werden, die aber
nicht die spezifisch politik- und verwaltungswissenschaftliche
Perspektive auf die Thematik verfolgen. Nur in
der Kombination ökonomischer und finanzwissenschaftlicher
Analysen mit politikwissenschaftlichen – auch
normativ relevanten – Fragen nach Effekten etwa auf
föderale Machtverteilung, Erfüllung sozialer Standards
oder Verteilungsgerechtigkeit gewinnt die Untersuchung
der Thematik an gesellschaftlicher Relevanz.
Mit Hilfe dieser Daten werden unterschiedliche Untersuchungen
zum Effekt von Steuern und kommunalen Finanzausgleichszahlungen
auf die Gemeindefinanzen
durchgeführt; dazu gehört aktuell das Dissertationsprojekt
von Christian Person. Er untersucht die steuerpolitischen
Anreiz-, Umverteilungs- und stabilitätspolitischen
Effekte der kommunalen Finanzausgleichssysteme. In
Vorbereitung ist ein weiteres Projekt zur Reform der
Grundsteuer auf Basis eines Verkehrswertmodells.
Projektleitung: Nathalie Behnke
Projektmitarbeiter: Christian Person
Laufzeit: 2017–2019
Fördersumme: 20.000 €
Finanzierung durch: AFF der Universität Konstanz

Communicative Power in the Hybrid Media System: The Relative Prominence and Evolution of Frames -Junprof. Dr. Andreas Jungherr

Projektinhalt: Die Digitalisierung hat Mediensysteme
massiv verändert. Medienunternehmen sind gezwungen,
sich einer veränderten Geschäftsumgebung und neuem
Rezeptionsverhalten anzupassen. Ein Beispiel hierfür ist
die zunehmend enge Verzahnung von politischer Berichterstattung
traditioneller Medien, neuen Online-
Nachrichtenseiten und politischen Kommentaren und
Diskussionen auf Online-Plattformen. Die sich so entwickelnde
neue Medienumgebung – das „Hybrid Media
System“ – vereint unterschiedliche Quellen, teils widersprüchliche
Berichterstattungs- und Publikationslogiken
sowie unterschiedliche Berichterstattungsrhythmen.
Noch ist unklar, ob sich das Internet in diesem Prozess als
ein Herausforderer traditioneller gesellschaftlicher
Machtstrukturen erweisen wird, vielleicht gar als Verstärker
auftritt oder bloß Spiegel bestehender Verhältnisse
bleibt. Das Projekt möchte die Struktur kommunikativer
Macht im Hybrid-Media-System aufzeigen und
ihre Dynamik in politischen Diskursen empirisch untersuchen.
Die Forschung konzentriert sich auf die politische
Berichterstattung sowie politikbezogene Nutzerkommentare
online in einer Auswahl von Nachrichtenseiten
und Online-Plattformen in Brasilien, Deutschland,
Südkorea und den USA. Durch einen Vergleich verschiedener
Medienformen soll herausgefunden werden, ob
die politische Berichterstattung „neuer Quellen“ und die
politische Diskussion online tatsächlich von derjenigen
etablierter Medien abweichen. Darüber hinaus wird untersucht,
inwiefern sich die verschiedenen Arten der politischen
Berichterstattung und Diskussionen („online“ vs.
traditionelle Medien) beeinflussen. So sollen letztlich neue
Befunde zum gesellschaftlichen Einfluss des Internets
generiert werden. (http://portal.volkswagenstiftung.de/
search/projectDetails.do?ref=92174)
Projektleitung: Junprof. Dr.Andreas Jungherr, Dr. Jisun
An (Qatar Computing Research Institute) & Dr. Dr. Ruth
Olimpia Garcia Gavilanes (Oxford Internet Institute)
Laufzeit: 2017–2021
Fördersumme: 725.300 EURO
Finanzierung durch: Volkswagen Stiftung

Zeitliche Dynamiken von Diversität in Arbeitsteams / Temporal dynamics of work team diversity - Prof. Dr. Florian Kunze

Projektinhalt: Field research on work team diversity and
its relation to team processes and outcomes has produced
inconsistent results to date. In this proposal I argue
that this inconsistencies are caused by dominant static
research designs that used cross-sectional data to assess
team diversity and its relation to team processes
and outcomes. In the planned research project we want
to address this research gap by analyzing an already existing
panel data set of 1.500 service work teams with
overall 16.000 team members of a service company over
a six year time period.
The research project will consist of a mixed-method design
in three phases. First, we will develop and execute a panel
data analysis that allows us to test the temporal changes
in diversity composition and their causal relation to
changes in outcomes over time. Following recent developments
in the diversity literature, we will apply the faultline
approach that allows measuring diversity not based on
single criteria (i.e., age), but by the interrelation of multiple
criteria (i.e., age, gender, ethnic background). Second, we
strive to get a better understanding of potential context
factors for the investigated relationships, by selecting
extreme cases (teams) that either favor or support our
temporal diversity hypothesis and doing qualitative interviews
with the team members. Third, based on the qualitative
results, contextual hypotheses will be quantitatively
tested through collection new survey data in three waves.
gepris.dfg.de/gepris/projekt/321298269
Projektleitung: Florian Kunze
Projektmitarbeiter: Florian Kunze und Andra Toader
Laufzeit: Januar 2017–Dezember 2020
Fördersumme: 197.000 €
Finanzierung durch: DFG

Perceiving the intentions of the weakest link: How attributed individual and collective goals impact reactions to low performers in groups - Prof. Dr. Florian Kunze

Projektinhalt: Group work has become increasingly important
for many tasks and services in organisations, and
organisations thus depend on successful team function.
The entire group’s performance may depend on the lowest
performer (weakest link), but groups’ reactions to low
performers are not well understood. We suggest that
goal attributions are a neglected but potentially powerful
factor: Did the low performer try to outperform others (individual
goal) or contribute to the group (collective goal)?
In the next step, groups should evaluate whether low performers
were trying to succeed (but had insufficient abilities)
or were not trying (i.e., had low goal commitment).
Failing despite trying will lead to excluding competitive
low performers (individual goal) but lead to training cooperative
low performers (collective goal). Vice-versa, lack
of commitment to the collective goal to cooperate should
lead to exclusion, but in attempts to change the individual
goal of a competitive low performer (socialisation).
These hypotheses will be tested in a series of four experiments
to attain the objectives of complementing Dr.
Thürmer’s skillset in (1) small group theory, (2) small
group laboratory experiments, (3) transformative multilevel
statistics, and (4) to advance the translational transfer
to organizational settings.
Publications in leading peer-reviewed scientific journals
will disseminate the research results widely. The proposed
action will open up the immediate career opportunity to
establish his independent research group, will substantially
advance his research program, and is a crucial step
towards becoming a full professor in Germany. Acquired
start-up funding enables extensive pre-testing and will
ensure the success of this action. This trans-disciplinary
research project will contribute to motivation science,
small group research, and organizational science and the
findings will help European organisations that rely on
group work to improve team functioning.
cordis.europa.eu/project/rcn/203964_en.html
Projektleitung: Lukas Thürmer und Florian Kunze
Laufzeit: September 2016 – August 2018
Fördersumme:174.000 €
Finanzierung durch: EU Horizon 2020

Implementing Digital Service Teams Across the U.S. Federal Government (Research Report) - Prof. Dr. Ines Mergel

Projektinhalt: In 2014, the White House created the U.S.
Digital Service team and the General Services Administration’s
18F group. Both groups are using agile software
development processes to design and implement
high-profile software projects. The results of this report
include lessons learned during the scaling up efforts of
digital service teams across the departments of the U.S.
federal government. These will focus on managerial design
aspects, organizational challenges, motivations of
digital swat teams and their department-level counterparts,
as well as first outcomes in the form of digital service
transformations in each department. This research
report aims to support the presidential transition team’s
efforts by outlining the current efforts of scaling-up digital
service teams and their lessons learned, as well as
observable outcomes of digital service teams across the
U.S. federal government.
Projektleitung: Ines Mergel
Laufzeit: Juni 2016 – Februar 2017
Fördersumme: 20.000 $
Finanzierung durch: IBM Center for the Business of
Government

Der Einfluss der Wissenschaft auf die Politik: Eine Analyse der Wissensinfrastruktur im Bereich der Klimapolitik in Japan und Deutschland - Prof. Dr. Volker Schneider

Projektinhalt: Politische Entscheidungsträger benötigen
zur Problemlösung und als Entscheidungsgrundlage
wissenschaftsbasiertes Wissen, welches sie zunächst
aufgrund ihrer Bildung besitzen und welches zusätzlich
durch externe Berater gewonnen wird. Die politischen
Entscheidungen sind aufgrund ihrer Komplexität, Unsicherheit,
finanziellen Auswirkungen und langfristigen
Folgen ohne wissenschaftliche Expertise fast undenkbar
und wissenschaftsbasierte Policy-Experten sind daher
für Politik, Verwaltung und auch für die Gesellschaftvon großer Bedeutung. Unser Forschungsprojekt beinhaltet
eine vergleichende Analyse von policy-relevanten
Wissensinfrastrukturen in Japan und Deutschland. Mit
den beantragten AFF-Mitteln planen wir eine Pilotstudie
im Bereich der Klimapolitik, anschließend möchten wir in
einem noch zu beantragenden Drittmittelprojekt unsere
Forschung auf weitere Politikfelder wie z.B. Infrastrukturpolitik
und evtl. auf ein weiteres Land erweitern. Der Vergleich
zwischen Deutschland und Japan ist insofern interessant,
da sich beide Länder nicht nur durch kulturelle, sondern
auch durch institutionelle Faktoren unterscheiden.
Projektleitung: Prof. Dr. V. Schneider
Projektmitarbeiter: Dr. Keiichi Satoh, Dr. Melanie Nagel
Laufzeit: 2017– 2018
Fördersumme: 9000 EUR
Finanzierung durch: AFF der Universität Konstanz

The Ukraine Crisis, Russia, Germany, and the EU: Challenges for the 21st century international political and legal order? -Prof. Dr. Wolfgang Seibel

Projektinhalt: The project will investigate the challenges
that arise from the Ukraine Crisis since 2013/14, Russia’s
role in it, and the respective responses of Germany and
the EU for the current international and regional political
and legal order. The Ukraine Crisis since 2013/14 is considered
as a chain of significant events reaching from the
so-called Euromaidan, the annexation of Crimea, to the
‘hybrid’ conflict constellations in East Ukraine and the attempts
to settle them with the Minsk I and II Agreements.
The 2-year project will be a joint effort of Professor Wolfgang
Seibel, head of the Chair for Politics and Public Administration,
and Cindy Wittke, postdoctoral researcher
and lecturer with the chair.
Projektleitung: Prof. Wolfgang Seibel
Projektmitarbeiter: Cindy Wittke
Laufzeit: 2017 – 2018
Fördersumme: 12.200 €
Finanzierung durch: AFF der Universität Konstanz

“The Habsburg Manifesto Project”, Mapping the Programmatic Platforms of Political Parties in the Democratizing Austro-Hungarian Empire, 1897–1911 - Junprof. Dr. Christina Zuber

Projektinhalt: The goal of the Habsburg Manifesto Project
is to collect data on the programmatic platforms of
historical political parties as the first stage of a larger research
project that examines electoral mobilization in the
Western half of the Austro-Hungarian Empire (“Austria”)
between 1897 and 1911. This project will eventually address
the highly pertinent question: “Under what circumstances
does ethno-nationalist mobilization prevail over
class-based mobilization in legislative elections?”.
Imperial Austria was characterized by great ethnic, linguistic,
religious, and social diversity, and gradually introduced
universal male suffrage during our period of analysis.
This provides ideal conditions for answering our research
question, since political elites begin to mobilize an
extremely heterogeneous electorate for the very first time.
Projektleitung: Christina Zuber, in cooperation with Philip
Howe (Adrian College, Michigan) and Edina Szöcsik (Universität
Bern)
Laufzeit: Mai 2017 – Juli 2018
Fördersumme: 15.000 Euro
Finanzierung durch: AFF der Universität Konstanz