Current Research Projects

You can find here an overview about current, third-party funded, research projects at the department. You have access to former projects on the subpage "Accomplished Projects"

Conditional Responsiveness in France and Germany - Prof. Dr. Christian Breunig

The basic premise of democratic governanceis that government represents citizen wishes. In itssimplest form, governments assess citizen wishes basedon electoral outcomes and publicly expressed problemsand respond to these demands by enacting laws. Citizensin turn readjust their priorities as policies change. Thisproject examines if and when governments respond tocitizen demands. Our main contention is that governmentresponsiveness is not constant and not a given; instead itis conditioned on the electoral pressure placed on government.We conceptualize electoral pressure in two ways:proximity to the election and government approval ratings.Governments are most responsive shortly beforeelections and when their electoral fortunes are threatened.We focus on polls on government popularity as anindicator of government approval between elections;electoral polls are used as an indicator of closeness. Theproposal acknowledges previous work that explores howthe linkage between citizens and government is modifiedby political institutions, such as electoral system, the typeof government, and federalism. In addition to offering amore nuanced understanding of political responsiveness,the project delivers an innovative research design. Ourinvestigation leverages empirical insights from twosources. First, we conduct a quantitative analysis of politicalactivities using comparative policy agendas data.Second, we test the micro-level mechanisms at the governmentand citizen level using a survey. In short, this projectdelivers an important contribution to the understandingof when governments listen to public demandsand provides evidence for the conditionality of responsivenessin Western democracies.

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Projektleitung: Christian Breunig und Emiliano Grossman

ERC-Projekt: Investing in Education in Europe: Attitudes, Politics and Policies (INVEDUC) - Prof. Dr. Marius Busemeyer

Das Projekt "Investing in Education in Europe: Attitudes, Politics and Policies" (INVEDUC) wird der Frage nachgehen, welche Art von Bildungspolitik Bürgerinnen und Bürger in acht ausgewählten europäischen Ländern bevorzugen. Zu diesem Zweck wird eine groß angelegte Meinungsumfrage durchgeführt, die die Präferenzen der Bürger hinsichtlich der Höhe von Bildungsausgaben, der Verteilung auf unterschiedliche Bildungsbereiche und der Steuerung (Governance) von Bildungssystemen abfragt. In der zweiten Projektphase steht die Frage im Mittelpunkt, inwiefern und auf welche Weise die Präferenzen der Bürgerinnen und Bürger Eingang in den politischen Prozess finden. Spielen die Wünsche der Bürger für politische Akteure überhaupt eine Rolle oder dominieren organisierte Interessen? Gibt es Unterschiede in der Verarbeitung der Präferenzen je nach Land oder Bildungssektor? Das Projekt erweitert somit unser Verständnis über die Zusammenhänge zwischen Bildungs- und Sozialpolitik sowie über den Einfluss von Wählerpräferenzen im politischen Prozess.

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Projektleiter: Prof. Dr. Marius Busemeyer, Projektmitarbeiter: Dr. Julian Garritzmann, Dipl.-Volksw. Erik Neimanns, ehemalige Mitarbeiterin: Dr. Roula Nezi

Der zwanglose Zwang des besseren Arguments? Der Einfluss deliberativer Kommunikation auf die Verhandlungsergebnisse in Zwei-Personen-Entscheidungsexperimenten - Prof. Dr. Katharina Holzinger

Eine der zentralen Annahmen der Theorien der deliberativen Demokratie und insbesondere der Diskurstheorie von Jürgen Habermas ist die Vermutung, dass in der deliberativen Kommunikation die individuellen Präferenzen zur Disposition gestellt und gegebenenfalls zugunsten von kollektiven Interessen aufgegeben werden. Dies werde erreicht durch den „zwanglosen Zwang des besseren Arguments“, durch die Begründung mit allgemein akzeptierten (geltenden und universalisierbaren) Normen. Ein systematischer empirischer Nachweis dieses Zusammenhangs ist jedoch bisher nicht erbracht worden. Das vorgeschlagene Projekt möchte dieser Frage in einem experimentellen Ansatz nachgehen. Es sollen 240 Zwei-Personen-Verhandlungsspiele durchgeführt werden, denen spieltheoretisch formulierte Konfliktkonstellationen zu Grunde liegen, deren Gleichgewichtslösungen weder fair noch kollektiv optimal sind. Ausgangspunkt ist die Hypothese, dass individuelle Interessen umso eher zugunsten von fairen und kollektiv besseren Ergebnissen überwunden werden, je höher die deliberative Qualität der Kommunikation ist. Zudem sollte unabhängig vom Verhandlungsergebnis eine höhere Zufriedenheit mit der Konfliktlösung erreicht werden.

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Projektleitung: Prof. Dr. Katharina Holzinger, Projektmitarbeiter: Marius Bayer, Thomas Duttle

Traditionale Governance und moderne Staatlichkeit - Prof. Dr. Katharina Holzinger

In vielen Staaten gibt es ethnische Gruppen, die ihr inneres politisches Leben gemäß traditionalen Institutionen der kollektiven Entscheidungsfindung, Konfliktlösung und Gerichtsbarkeit regeln. Traditionale Formen der Governance ko-existieren mit der staatlichen politischen Organisation (Rechtspluralismus). Das Wissen darüber, wie sich diese Ko-Existenz auf Staat, Demokratie und innere Konflikte auswirkt, ist sehr begrenzt. Dies ist vor dem Hintergrund eines potentiellen Zusammenhangs mit den Problemen der Demokratisierung und der hohen Zahl innerer Konflikte in solchen Staaten bedauerlich. Im Projekt soll erstens eine weltweite, makro-quantitative Untersuchung der Zusammenhänge zwischen dem Umfang praktizierter traditionaler Governance sowie ihrer Integration in die staatliche Organisation und dem Demokratieniveau einerseits, der Konfliktneigung andererseits durchgeführt werden. Diese Analyse soll zweitens mittels Länderfallstudien vertieft und erweitert werden. Da traditionale Governance besonders in Afrika verbreitet ist, werden sich die Fallstudien auf diesen Kontinent konzentrieren.

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Projektleitung: Prof. Dr. Katharina Holzinger, Projektmitarbeiter: Dr. Roos van der Haer, Marius Bayer

The silent legacy of war – The long-term consequences of conflict-related sexual violence on social capital - Dr. Carlo Koos

In den letzten Jahren wurde dem Thema „Sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten“ (conflict related sexual violence, CRSV) zunehmend internationale Aufmerksamkeit gewidmet. Obwohl die internationale Politik und Menschenrechtsorganisationen betonen, dass CRSV das Leben des Betroffenen und das Zusammenleben in Gemeinschaften zerstört, beschäftigt sich die empirische Sozialforschung vorwiegend mit der Identifikation der Ursachen von CRSV während die Erforschung der sozialen Konsequenzen bislang weitgehend vernachlässigt wurde. Das hier vorliegende Projektbefasst sich mit gerade dieser Forschungslucke und stellt die folgenden Forschungsfragen: Welche langfristigen Konsequenzen hat CRSV sowohl fur Einzelpersonen als auch Gemeinschaften? Wie wirkt sich CRSV auf interpersonelles Vertrauen und gemeinschaftliches Engagement– kurz Sozialkapital aus? Welche anderen Faktoren wirken auf die Zusammenhänge zwischen CRSV und dem Sozialkapital? Im Rahmen des Projektes wird ein theoretisches Modell entwickelt, dass sich vorallem mit der Beziehung zwischen CRSV und dem Sozialkapital befasst. Die empirische Untersuchung der Hypothesen erfolgt durch ein vergleichendes mixed-method Design. Darin werden qualitative Feldforschung und eine repräsentative Meinungsumfrage (n=1.000) in Burundi durchgefuhrt. Burundi wurde als Fall ausgewählt, weil im dortigen Bürgerkrieg (1993–2005) mit etwa 200.000 Toten CRSV in großem Umfangverübt wurde. Im Rahmen der quantitativen Meinungsumfrage werden neben weiteren Einflussfaktoren vor allem persönliche Erfahrungen mit CRSV sowie verschiedene Aspekte des Sozialkapitals erhoben und analysiert. Um die Validität der quantitativen Analyse zu erhöhen werden ergänzend qualitative Methoden, insbesondere semi-strukturierte Interviews und Fokusgruppendiskussionen, angewandt.

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Projektleitung: Dr. Carlo Koos

The Choice for Europe since Maastricht. Member States' Preferences for Economic and Financial Integration - Prof. Dr. Dirk Leuffen

The Eurozone crisis corroborated the warnings of economists that weak economic policy coordination and loose fiscal oversight would be insufficient to stabilise the monetary union. To prevent a recurrence of the crisis, economists, political actors and the “Blueprint” of the European Commission are asking for the construction of a deep and genuine economic and monetary union with reinforced governance architecture – beyond the recently adopted mechanisms. Many models of a fiscal union have been proposed and discussed. What is missing are not ideas and economic analysis, but the political consensus among member states’ governments for a specific integration path. Therefore, this political science project analyses the politics of economic and fiscal integration, that is, the conflict structure among member states. To this end, we aim to study the preferences of member states’ governments’ for different models of a fiscal union. Our theoretical framework builds on the comparative political economy literature and liberal intergovernmentalism and argues that domestic economic, fiscal and political factors are the main determinants of member states’ preferences.

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Projektleitung: Prof. Dr. Leuffen, Projektmitarbeiter: Hanno Degner

„Externe Schocks, internationale Organisationen und die Herausbildung politischer Normen: eine vergleichende Analyse regionaler Integration in der EU, dem Mercosur und der ASEAN“ – Verlängerung des Projekts - Prof. Dr. Dirk Leuffen

Das Projekt strebt eine vergleichende Untersuchung zur Herausbildung politischer Normen in Internationalen Organisationen an. Auf Basis qualitativer Fallstudien zur EU, der ASEAN und dem Mercosur wird vergleichend analysiert, wie und unter welchen Bedingungen externe Ereignisse (De-)Integrationsprozesse innerhalb von regionalen Organisationen hervorrufen. Wann und wo lösen externe Schocks oder Krisen eine Nachfrag nach vertiefter regionaler Integration aus und unter welchen Bedingungen wird dieses Ziel erreicht? Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts liegt auf Beitrittsgesuchen und politischen Normen, deren Entwicklungs- und Institutionalisierungsprozess wir empirisch nachzeichnen.

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Ein Projekt im Rahmen des Exzellenzclusters EXC16: Kulturelle Grundlagen von Integration.

Projektleitung: Prof. Dr. Dirk Leuffen, Projektmitarbeiter: Kerstin Radtke, Sophia Schemel

German Network "External Democracy Promotion"

The German Research Network "External Democracy Promotion" (EDP) is a collaborative project of two Leibniz institutions (PRIF, WZB), a think tank (DIE) and three universities (Erfurt, Konstanz, Lüneburg). The EDP network clusters political science research on the important issue of democracy promotion and increases the visibility and reception of German research with regard to the academic as well as broader policy debate, nationally and internationally. Our activities and publications will focus on the crucial but broadly neglected issue of interaction in democracy promotion. The network will also consolidate the applicant Leibniz institution's role as a center for democracy promotion research.

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Leitung des Konstanzer Beitrags: Dr. Sonja Grimm, Projektleitung:Gesamtleitung: Dr. Jonas Wolff, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK/PRIF), Frankfurt

 

Ressourcenmanagement und Innerstaatliche Konflikte (Fortsetzung eines bereits bestehenden Projektes) - Dr. Tim Wegenast und Prof. Dr. Gerald Schneider

Dies ist das Hauptanliegen des Projektes: Es macht geltend, dass Konfliktwahrscheinlichkeit zu einem erheblichen Teil auf das Management von Ressourcen zurückgeführt werden kann. So wird beispielsweise untersucht, in wieweit die Herkunft und Besitzstruktur ressourcenfördernder Unternehmen 4. Neues aus der Forschung 29 mit bestimmten Formen sozio-ökonomischer oder ökologischer Missstände und innerstaatlicher Gewalt (Proteste, Aufstände, gewaltsame Konflikte) einhergeht. Dazu wird ein GIS-Datensatz erstellt, der u.a. Informationen über Lokalisation von Minen und Gas-/Ölfeldern sowie die Besitzstruktur der dazugehörenden ressourcenextrahierenden Unternehmen erfasst.

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Projektleitung: Dr. Tim Wegenast und Prof. Dr. Gerald Schneider

EUSANCT: Funktionieren supranationale Zwangsmaßnahmen? Beginn, Wirkung und Effektivität von EU-Sanktionen - Prof. Dr. Gerald Schneider

Economic sanctions are one of the most frequently used coercive measures in international politics. Although the European Union increasingly relies onthis instrument since the end of the Cold War, the sanctioning policy of the supranational organization faces severe criticism. These objections include the accusations that the EU levies sanctions against the wrong target and that the effects are either negligible or even counterproductive.The EUSANCT project addresses these concerns and examines the onset, economic impact and effectiveness of EU sanctions through an over-arching political economy framework that extends existing sanctioning games. Understanding economic coercionas a stepwise process, the German-Polish research team will:– examine the extent to which coercive policymaking by the supranational organization is biased;

– analyse the short- and long-term economic repercussions of sanctions in selected target countries by estimating financial market reactions and changes in trade, investment and development;
– establish the short- and long-term economic consequences of these sanctions in two sender countries (Germany, Poland) by focusing on the stock market returns of exposed and less exposed sectors and firms;
– assess the effectiveness of EU sanctions.

The four subprojects will complement each other and provide a comprehensive evaluation of the supranational sanctioning policy of the European Union between 1990 and 2014. To this end, the EUSANCT team will extend existing data sets on the threats and imposition of economic sanctions and use a broad mix of quantitative and qualitative techniques to answers the questions raised within the different subprojects. The project will enlighten academic and policy audiences about the chances and limitations of EU sanctions and discuss how the design of sanctions influences their impact and effectiveness.

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Projektleitung: Prof. Dr. Paulina Pospieszna (Adam Mickiewicz University of Poznan, Poland), Prof. Dr. Gerald Schneider

WeAllCount Europe – WECE - Prof. Dr. Susumu Shikano

Das Projekt WeAllCount Europe (WECE) wurde von einer Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich aus fünf Partnerorganisationen zusammensetzt. Am Projekt beteiligt sind, neben dem Lehrstuhl von Prof. Dr.Shikano, die Firma Kuorum.org aus Spanien sowie Nichtregierungsorganisationen aus Italien, Litauen und Österreich. Das gemeinsame Ziel der Partner besteht darin neue Formen politischer Kommunikation und Partizipation im Zeitalter von Online-Medien und sozialen Netzwerkenzu fördern und so das Kompetenzgefühl der politischen Einflussnahme (political efficacy) zu stärken. Die Laufzeit des Projektes ist auf 24 Monate angelegt und wird von der Europäischen Union mit dem Förderprogramm „Erasmus+“ unterstützt. Das WE Projekt wird von Prof. Dr. Shikano, Theresa Küntzler und Lutz Gschwind in Deutschland umgesetzt und in allen fünf Ländern wissenschaftlich evaluiert. Schulungen und „Offline“-Events werden in zwei Projektphasen jeweils im Sommer 2016 als auch im Frühjahr 2017 durchgeführt.

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Projektleitung: Prof. Dr. Susumu Shikano, Projektmitarbeiter: Lutz Gschwind, Theresa Küntzler

Raise Your Voices! The Occurrence of Nonviolent Campaigns in Civil Wars - Dr. Johannes Vüllers

The project addresses the political role of civilians, and particularly civilian nonviolent activism during civil wars. As many case studies have shown, civilians are often relevant and even pivotal actors in civil wars that need to be studied in a systematic way. Four gaps in the literature exist: Research neglects nonviolent campaigns during civil wars; non-consideration of campaigns against rebels; a selection bias against small campaigns; and existing data collections are on a highly aggregated level. The project aims to address these gaps by answering the following question: Why do nonviolent campaigns occur incivil wars? The project will use quantitative and qualitative methods on different levels of analysis to study the proposed mechanisms empirically. First, the project will analyze campaign occurrence in civil wars using a global dataset for the period 1989 to 2005. Second, a quantitative subnational analysis of campaigns in the Nepalese civil war takes the dynamics of a civil war into account and will use more fine-grained data by collecting information from local sources. Third, process tracing of four selected Nepalese districts will aim to provide insights into the causal mechanisms explaining the occurrence of campaigns in the midst of civil wars.

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Projektleitung: Dr. Johannes Vüllers