Schwerpunkt-Programme

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Vier Schwerpunkte zur Auswahl

Internationale Beziehungen und Europäische Integration

Gegenstand des Programms Internationale Beziehungen und Europäische Integration (International Relations and European Integration) ist die Internationale Politik in ihren vielfältigen Erscheinungsformen. Neben den klassischen Themen der Internationalen Beziehungen aus den Feldern der Konflikt- und Friedensforschung, der Internationalen Politischen Ökonomie und der Außenpolitikanalyse fokussiert dieses Programm auch auf den Formen der Zusammenarbeit in internationalen Organisationen wie der UNO und supranationalen Staatenbünden wie der Europäischen Union. Die Kurse, die dieses Programm anbietet, können etwa Seminare zu nachfolgenden Themen umfassen:

Außenpolitikanalyse

  • Experimentelle Analyse von Gruppenentscheidungsverhalten
  • Die Außenpolitik von Bundesländern
  • Auswärtige Kulturpolitik

Europäische Integration

  • Entscheidungsprozesse in der EU
  • Ratifikation von internationalen Verträgen
  • Interessengruppen in der EU

Internationale Politische Ökonomie

  • Politische Ökonomie von Finanzmärkten
  • Interessengruppen und internationale Organisationen
  • Außenwirtschaftliche Öffnung in Entwicklungsländern und im postkommunistischen Raum

Internationale Organisationen

  • Kreditvergabepolitik des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank
  • Verhandlungstheorie und - praxis
  • Externe Einflüsse auf Demokratisierungsprozesse

Konflikt- und Friedensforschung

  • Ökonomische Ursachen und Konsequenzen von Kriegen
  • Einseitige Gewalt in Bürgerkriegen
  • Politische Ökonomie des Terrorismus

Das Ziel des Programms ist es, die Studierenden zur theoriegeleiteten Analyse der Triebkräfte und der Entwicklungslogik von internationalen Konflikten und der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit zu befähigen. Dabei wird besonders auf die Vermittlung von Kenntnissen avancierter sozialwissenschaftlicher Methoden geachtet. Das Programm qualifiziert insbesondere für Tätigkeiten in den Einrichtungen der Europäischen Union und anderen internationalen Organisationen, in den internationalen Referaten oder Abteilungen von Behörden, gesellschaftlichen Organisationen und Privatunternehmen. Daneben bereitet dieses Programm einen Teil der Absolventen gezielt für Promotionsstudiengänge im In- und Ausland vor.

Management und Verwaltung

Gegenstand des Programms Management und Verwaltung (Management and Public Administration) ist die Analyse der Binnen- und Außenbeziehungen von Organisationen der öffentlichen Verwaltung, der Privatwirtschaft sowie des Non-Profit Sektors. Im Mittelpunkt von Forschung und Lehre dieses Master-Programms stehen dementsprechend die Fragen, wie sich a) Individualmerkmale und Interaktionsprozesse zwischen Individuen, Gruppen oder Organisationen auf die Ergebnisse organisationalen Handelns (z.B. Motivation, Leistung, Innovation) oder politischen Handelns (z.B. Interessen, Verhandlungsmacht, Information) auswirken und wie diese Prozesse gesteuert werden können; und wie b) das Organisationshandeln durch externe institutionelle Restriktionen und Anreize beeinflusst wird. Relevante Dimensionen der Analyse sind dabei erstens Eigenschaften und Handeln der beteiligten Akteure oder Akteursgruppen, zweitens die institutionellen Regeln, die sich für das Akteurshandeln als Anreize oder Restriktionen darstellen und die Interaktionen in erwartbarer Weise strukturieren sowie drittens die Mechanismen, Prozesse und Strategien, die sich aus dem situationsangemessenen Akteurshandeln in der Interdependenz von Organisation und Umwelt ergeben.

Das Master-Programm Management und Verwaltung nimmt mit seiner inhaltlichen Aurichtung in der Verbindung von Managementlehre und Verwaltungswissenschaft eine Ausnahmestellung in der deutschen Hochschullandschaft ein und ist durch eine enge Verzahnung von Forschung und Lehre gekennzeichnet. Neben der Vermittlung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Steuerung von und in Organisationen erhalten die Studierenden Einblicke in quantitative und qualitative Methoden der Organisationsforschung (wie z.B. Feldstudien, experimentelle Untersuchungen, Netzwerkanalysen, Fallstudien). Die Forschungsschwerpunkte der am Programm beteiligten Lehrenden und Lehrstühle bilden die inhaltlichen Kerngebiete des Lehrangebots.

Internationale Verwaltung und Konfliktmanagement

Das Master-Programm „Internationale Verwaltung und Konfliktmanagement“ ("International Administration and Conflict Management“, IACM)ist eine Spezialisierung innerhalb des Masters „Politik und Verwaltungswissenschaft“, die sich der Verflechtung von internationaler Politik, intra-staatlichen Konflikten und internationaler Verwaltung widmet. Ziel des Programms ist die Befähigung zur Analyse von Konfliktursachen, Konfliktverläufen und Herausforderungen des Wiederaufbaus in Konfliktregionen im Rahmen internationaler Politik und Verwaltung. Darauf aufbauend ist das nächste Ziel die Befähigung zur Bewältigung der damit verbundenen Management- und Führungsaufgaben in komplexen internationalen Organisationen im staatlichen und nichtstaatlichen Bereich.

Das IACM-Programm ist Teil des Exzellenzclusters EXC16, „Kulturelle Grundlagen von Integration“, der wichtigsten Forschungseinrichtung der Exzellenzuniversität Konstanz im geistes- und sozialwissenschaftlichen Bereich. Hier werden Probleme sozialer und politischer Integration und Desintegration durch Historiker, Soziologen, Literaturwissenschaftler, Philosophen, Politikwissenschaftler und Organisationsforscher untersucht. Die Studierenden im Programm Internationale Verwaltung und Konfliktmanagement haben Zugang zu den wissenschaftlichen Veranstaltungen des Exzellenzclusters und sie genießen besondere Fördermöglichkeiten, etwa bei der Anfertigung ihrer Abschlussarbeit oder bei der Fortsetzung ihrer eigenen Forschung im Rahmen einer Promotion.

Vergleichende Politikwissenschaft und Policy-Analyse

Gegenstand des Programms "Vergleichende Politikwissenschaft und Policy-Analyse" ist die systematische und methodisch fundierte Analyse von Strukturen, Prozessen und Inhalten supranationaler, nationaler wie subnationaler Politik in vergleichender Perspektive. Das Lehrprofil zeichnet sich durch eine starke empirische Ausrichtung sowie durch die interdisziplinäre Anbindung an andere Felder der Sozialwissenschaften aus. Das Programm verfolgt das vorrangige Ziel, systematische Kenntnisse über die Strukturmerkmale und Funktionsprobleme politischer Regime und Herrschaftsformen zu vermitteln und die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Voraussetzungen des Funktionierens politischer Systeme zu untersuchen. Dabei stehen insbesondere Formen und Erfolgsbedingungen politischer Steuerung im internationalen und intersektoralen Vergleich im Mittelpunkt des Programms. Ziel ist hier die Befähigung zur Analyse der politischen, institutionellen, organisatorischen und sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen politischer Steuerung, der Problemlösungskapazität politischer Entscheidungen und ihrer Umsetzung und Evaluation im politisch-administrativen System auf nationaler, supranationaler und internationaler Ebene.

In methodischer Hinsicht verfolgen die Lehrveranstaltungen des Programms "Vergleichende Politikwissenschaft und Policy-Analyse" die Strategie einer Vermittlung und praktischen Anwendung grundständiger wie fortgeschrittener Forschungstechniken quantitativen und qualitativen Zuschnitts auf den Feldern der Policy-Analyse, der politischen Soziologie und der empirischen Demokratieforschung. Die inhaltlichen Kerngebiete bewegen sich entlang der am Programm beteiligten Lehrenden des Fachbereichs Politik- und Verwaltungswissenschaft und ihrer jeweiligen aktuellen Forschungsprojekte. Die vergleichsweise große Anzahl von Programmbeteiligten des Fachbereichs stellt nicht nur eine einzigartige methodische Vielfalt Konstanzer Färbung sicher, sondern garantiert auch die kompetente Vermittlung gegenwärtig verlaufender Diskussionen in der Politik- und Verwaltungswissenschaft moderner Prägung. Thematische Schwerpunkte in diesem Zusammenhang sind:

  • die vergleichende Analyse von Demokratieformen und ihrer Leistungsfähigkeit
  • politische und soziale Kulturen im nationalen und subnationalen Vergleich
  • die Wirkung und Entstehung politischer Institutionen
  • Regierungstätigkeit im Vergleich
  • die vergleichende Analyse von Rückwirkungen der Globalisierung und Europäischen Integration auf die nationale Politikgestaltung
  • Phänomene internationaler Politikdiffusion und Politikkonvergenz
  • die Implementation und Evaluation subnationaler, nationaler und supranationaler Policies
  • Reformen des öffentlichen Sektors und ihre Konsequenzen für die staatliche Problemlösungsfähigkeit

Insgesamt sind mindestens drei Kurse (ein Grundlagenseminar und zwei Seminare) sowie das Kollquium aus dem gewählten Programm zu wählen, um eine Spezialisierung zu erreichen. Darüber hinaus wird die Masterarbeit im Bereich der Spezialisierung verfasst. Die Studierenden können außerdem weitere Kurse aus dem Bereich der Spezialisierung, aber auch aus anderen Spezialisierungen bzw. aus dem Methodenbereich wählen.

Die Programmwahl erfolgt zunächt mit Studienbeginn, kann aber bis zur Anmeldung der Masterarbeit durch die Studierenden geändert werden.