Susanne Garritzmann (geb. Haastert) M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Doktorandin


Portrait

Susanne Garritzmann (*1988) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Policy Analyse und Politische Theorie an der Universität Konstanz.

Susannes Forschungsschwerpunkte sind politische Ungleichheit, politisches Verhalten, Bildungspolitik und -systeme, Wohlfahrtsstaatsforschung und angewandte Methoden.

In ihrer Promotion zeigt Susanne eine neue Perspektive auf den Zusammenhang von Bildung und Wahlbeteiligung im internationalen Vergleich auf: Sie argumentiert, dass Schulsysteme die Verteilung der zur Wahlbeteiligung relevanten Ressourcen beeinflussen und dadurch zu unterschiedlichen Niveaus an Ungleichheit in politischer Partizipation beitragen. Ihre interdisziplinäre Herangehensweise verbindet die Wahlforschung mit vergleichender Bildungspolitik und greift auf Erkenntnisse aus der Bildungssoziologie und -ökonomie zurück.

Susanne hat im Jahr 2018 den erfolgreichen Antrag für das Exzellenzcluster „Die politische Dimension von Ungleichheit“ als Cluster-Managerin betreut. Ab Februar 2019 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Projekt zu politischer Ungleichheit im Cluster.

Neben ihrer Promotion und Tätigkeit als Cluster-Managerin unterrichtet Susanne Seminare zu unterschiedlichen Themenfeldern, z.B. zu politischer Partizipation, zu Bildungspolitik im internationalen Vergleich, oder auch zu vergleichender Sozialpolitik.

Vor ihrer Promotion absolvierte Susanne den Double Degree Masterabschluss European Master in Government an der Universitat Pompeu Fabra, Barcelona, und der Universität Konstanz. Zuvor hatte sie Politik und Wirtschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster studiert und durch Praktika im In- und Ausland (u.a. in Bonn, Hamburg, Hanoi und Yangon) viele Einblicke in die politische Praxis verschiedener Politikfelder und Staaten erlangt.

Forschungsinteressen

  • Bildungssysteme und politische Ungleichheit: Wie wirken sich Unterschiede im Aufbau von Bildungssystemen auf Ungleichheit in politischer Beteiligung aus? Welche Bildungssysteme fördern eine ausgeglichene Verteilung von Ressourcen, die für Partizipation relevant sind?

  • Bildungspolitik in Baden-Württemberg: Welche Reformen wurden durch die Grün-Rote Landesregierung seit 2011 durchgeführt und welche Erfolge / Herausforderungen stellten sich ein? Wie verändert sich die Bildungspolitik durch die Beteiligung der CDU an der Grün-Schwarzen Landesregierung seit 2016.

  • Bildung in Autokratien: Welche politischen Herrscher bieten warum Bildung an? Inwiefern nutzen Regime Bildung für ihre Legitimierung und welche politischen Institutionen nutzen sie dafür?