Dr. Julian Garritzmann

Wissenschaftlicher Mitarbeiter / Lehrstuhlvertreter
Außerdem: Oberassistent am Lehrstuhl für Schweizer Politik und Vergleichende Politische Ökonomie, Prof. Silja Häusermann, Universität Zürich


Portrait 

Julian L. Garritzmann (* 1986), geb. in Köln, Abitur am Geschwister-Scholl Gymnasium Pulheim, zeitweise auch Besuch der Riverside High School in Greenville, South Carolina. Nach dem Abitur Studium der Politikwissenschaft, Philosophie und Germanistik an der Universität zu Köln mit dem Abschluss eines Magister Artium (Juli 2011, Prädikat: "mit Auszeichnung"). Thema der Magisterarbeit: "Parlamentarische Oppositionen - ein Vergleich der Opportunitätsstrukturen". Während des Studiums u.a. tätig am Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft von Prof. Dr. André Kaiser zunächst im DFG-geförderten Projekt "The Dynamics of Interparty Competition", dann Mitarbeit zur Vorbereitung der Forschergruppe "Zeithorizonte demokratischer Politik". Forschungspraktikum am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln. Von August 2011 bis Juli 2014 Doktorand und Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Dr. Marius Busemeyer am Lehrstuhl für Politikwissenschaft, insbesondere Policy-Analyse und politische Theorie an der Universität Konstanz. Hier vor allem tätig im Emmy-Noether-Projekt "The Politics of Education and Training Reforms in Western Welfare States". Seit Januar 2013 assoziiertes Mitglied der Graduate School of Decision Sciences, Universität Konstanz. Von September bis Ende Dezember 2013 Visiting Fellow an der Graduate School of Arts and Sciences, Harvard University. Seit August 2014 Postdoctoral Researcher am Lehrstuhl für Politikwissenschaft, insbesondere Policy-Analyse und politische Theorie an der Universität Konstanz. Im September 2014 ausgezeichnet mit dem ESPAnet/JESP Doctoral Researcher Prize. Promotion mit summa cum laude abgeschlossen (Januar 2015). Seit Februar 2016 hält Julian Garritzmann eine Dual Affiliation als Postdoctoral Researcher an der Universität Konstanz und als Oberassistent am Lehrstuhl von Prof. Silja Häusermann an der Universität Zürich.

Forschungsinteressen

Meine Forschung liegt vor allem in der Vergleichenden Politikwissenschaft und Vergleichenden Politischen Ökonomie, insb.:

- Bildungssysteme und Bildungspolitik (u.a.: Warum und wie prägen polit-ökonomische Akteure Bildungssysteme? Welche Ziele verfolgen sie? Welche (re-)distributiven Konsequenzen haben Bildungssysteme und -politiken? Welche polit-ökonomischen Akteure setzen sich unter welchen Bedingungen durch und welche Effekt hat dies?)

- Parteien und Parteienwettbewerb, insb. in Bezug auf Bildungs- und Sozialpolitik (u.a.: Wie können wir Parteipositionen messen? Wie verhalten sich Parteien strategisch um policies, votes und office zu maximieren? Wie findet Wettbewerb um wohlfahrtsstaatliche Politik statt? Welchen Einfluss hat Parteienwettbewerb auf Wohlfahrtsstaaten und Bildungssysteme? Eine zentrale Arbeitsthese dabei ist, dass aktuelle Analysen zum Wohlfahrtsstaat und zu Bildungspolitiken oft ein zu simples Bild von politischen Parteien haben, während umgekehrt Forschung zu Party Politics oftmals die zentrale Bedeutung von Bildungspolitik unterschätzt.)

- Zusammenhang von Bildungs- und Sozialpolitik (Sind Bildungs- und Sozialpolitik komplementär oder Substitute? Wie wirken Bildungs- und Sozialpolitik zusammen? Wie nutzen politische Parteien Bildungs- und Sozialpolitiken um die Interessen ihrer Wählerschaft durchzusetzen, resp. Wählerstimmen zu gewinnen?)

- öffentliche Meinung zu Bildungs-, Sozial- und social investment-Politik (Was wollen Wähler eigentlich? Welche Bildungs- und Sozialpolitiken sind populär und warum? Inwiefern überschneiden sich Präferenzen zu verschiedenen Bildungs- und Sozialpolitiken und inwiefern konkurrieren sie? Wie ändern sich Präferenzen, wenn Wähler mit Policy-Zielkonflikten konfrontiert werden?) (siehe INVEduc Projekt)

In weiteren Forschungsprojekten untersuche ich u.a.

- den Einfluss von Globalisierung auf Wohlfahrtsstaaten (Individualpräferenzen, Parteipositionen, Policy-Making)

- den Einfluss parlamentarischer Oppositionen in entwickelten Demokratien und Konsequenzen der unterschiedlichen Einflussmöglichkeiten

- die Politiken hinter social investment Reformen in demokratischen Ländern West- und Osteuropas, Latein Amerikas und Asiens (mit Silja Häusermann und Bruno Palier).