Fachbereich Politik &
Verwaltungswissenschaft

Login |
 
 

Bachelor-Studiengang Politik- und Verwaltungswissenschaft

Seit dem Wintersemester 2003/2004 bietet der Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft einen Bachelorstudiengang in Politik- und Verwaltungswissenschaft an, der in drei Jahren zum ersten akademischen und gleichzeitig berufsbefähigenden Abschluss führt.

Das besondere Profil des politik- und verwaltungswissenschaftlichen Studiengangs an der Universität Konstanz kommt anhand der fünf Aspekte

  • Interdisziplinarität
  • Praxisorientierung
  • Forschungsorientierung
  • Methodenausbildung
  • Internationalität zum Ausdruck.

Die ausgeprägte interdisziplinäre Orientierung des Studiengangs manifestiert sich einerseits in der sowohl national wie international relativ einmaligen Kombination und Verzahnung politikwissenschaftlicher, verwaltungswissenschaftlicher sowie management- und organisationstheoretischer Studieninhalte, welche den Kern des Studienprogramms ausmacht. Diese Interdisziplinarität im engeren Sinne wird auf der anderen Seite ergänzt durch die strukturierte Einbeziehung und Vermittlung von Studieninhalten aus benachbarten Disziplinen, insbesondere der Rechts- und Wirtschaftswissenschaft, der Soziologie, der Geschichtswissenschaft, der Philosophie und Psychologie. Strukturierte Einbeziehung bedeutet hierbei, dass verschiedene Kurse aus Nachbardisziplinen verbindlich belegt werden müssen, während für andere Kursangebote gezielte Wahlmöglichkeiten im Rahmen von Vertiefungsveranstaltungen eröffnet werden.

Zweites Kennzeichen des Konstanzer Studiengangs ist neben der interdisziplinären die stark praxisorientierte Ausrichtung. So ist im Bachelor-Studiengang ein sechsmonatiger Arbeitsaufenthalt verbindlich vorgeschrieben. Der Arbeitsaufenthalt gewährleistet den Praxisbezug und gibt den Studierenden die Gelegenheit, die im Basisstudium erworbenen Kenntnisse in der Praxis anzuwenden und sich mit potentiellen Berufsfeldern vertraut zu machen. Dafür wird seitens des Fachbereichs ein umfassendes Angebot an möglichen Praxisstationen "vorgehalten", das sich auf die unterschiedlichsten Bereiche (Wirtschaft, Staat und Verwaltung, Verbände, Parteien etc.) erstreckt und den Studierenden die praktische Relevanz der Studieninhalte verdeutlicht. Vielfach werden im Arbeitsaufenthalt wichtige Kontakte für den späteren Berufseinstieg nach Abschluss des Studiums geknüpft.

Drittens ist die prononcierte Forschungsorientierung innerhalb des Lehrprogramms zu betonen, welche insbesondere in den Vertiefungsbereichen der jeweiligen Studienprogramme zum Ausdruck kommt. Die starke Betonung von forschungsorientierter Lehre ergibt sich einerseits naturgemäß aus der sehr hohen Bedeutung drittmittelfinanzierter Forschung am Fachbereich. Sie kann andererseits schon als Konstanzer Tradition bezeichnet werden und speist sich aus der Überzeugung, dass eine enge Verbindung von theoretischer und praktischer Ausbildung nur auf diese Weise Erfolg versprechend realisiert werden kann.

Als viertes Merkmal ist auf die starke Betonung einer profunden Methodenausbildung zu verweisen, welche in engem Zusammenhang mit der erwähnten Forschungsorientierung zu sehen ist. Hervorzuheben ist hier einerseits eine Schwerpunktsetzung im Bereich „Methoden der empirischen Sozialforschung“ sowie grundlegende und vertiefende Kurse in Statistik, welche für alle Studierenden verbindlich sind. Daneben werden aber auch Kurse in den Bereichen „Forschungslogik und Forschungsdesign“ sowie „Qualitative Forschungsmethoden“ angeboten. Auf diese Weise wird versucht, der Vielfalt sozialwissenschaftlicher Forschungsansätze und Methoden umfassend Rechnung zu tragen.

Fünftens schließlich weist der Studiengang eine starke internationale Orientierung auf.  Der Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft verfügt allein im Rahmen des ERASMUS-Austauschprogramms über ca. 180 Studienplätze in 24 europäischen Ländern. Studierende des Fachbereichs können im Rahmen dieser Kooperationen einen Auslandsaufenthalt an einer der ca. 80 europäischen Partneruniversitäten des Fachbereichs absolvieren. Hinzu kommen eigene Kooperationsprogramme mit vier Hochschulen in Nordamerika: der York University in Toronto/Ontario, Kanada, der University of Waterloo/Onterio, Kanada, der Rutgers University in New Brunswick/New Jersey, USA, und der University of North Texas bei Denton/Texas, USA. Durch die einzelnen Programme wird den Studierenden am Fachbereich eine internationale Ausrichtung des Studiums ermöglicht. Ebenso befindet sich am Fachbereich stets eine große Anzahl von Studierenden der ausländischen Partneruniversitäten, insbesondere aus den ERASMUS-Kooperationen. Die internationale Ausrichtung des Fachbereichs zeigt sich aber auch direkt in der Lehre. Der Fachbereich vergibt pro Studienjahr mindestens eine einmonatige Gastprofessur an ausländische Gäste. Aufgrund der internationalen Einbindung der am Fachbereich tätigen Wissenschaftler ist es möglich hierfür angesehene Forscherpersönlichkeiten aus Europa und Nordamerika zu gewinnen, durch die sich das reguläre Lehrangebot in den verschiedenen Studiengängen des Fachbereichs gezielt ergänzen lässt. Ebenso begrüßt der Fachbereich durchschnittlich einmal pro Semester im Rahmen des Erasmus Teaching-Staff-Exchange-Programms mindestens einen europäischen Gastwissenschaftler, der sich im Zuge eines ein- bis zweiwöchigen Aufenthalts in die Lehre am Fachbereich einbringt.

Gliederung

Das Bachelor-Studium gliedert sich in ein Basisstudium von drei Semestern, eine berufspraktische Ausbildung von einem Semester (sechs Monate) und ein Vertiefungsstudium von zwei Semestern. Mit erfolgreichem Abschluss wird der Titel „Bachelor of Arts in Politik- und Verwaltungswissenschaft/Politics and Public Administration“ erworben.

Das Basisstudium umfasst vier Basismodule, in denen neben den fachbezogenen Grundlagen auch Grundkenntnisse in weiteren Fächern sowie überfachliche Schlüsselqualifikationen vermittelt werden. Das erste Studienjahr wird mit einer Orientierungsprüfung abgeschlossen. Zur Orientierungsprüfung gehören drei Prüfungsleistungen (Methoden der empirischen Politik- und Verwaltungsforschung, Regierung und Verwaltung in Deutschland und Europa sowie Personal und Organisation), die im ersten Jahr bestanden werden müssen. Nach dem Basisstudium folgt die berufspraktische Ausbildung in Form eines sechsmonatigen Arbeitsaufenthaltes. Das zweisemestrige Vertiefungsstudium umfasst zwei Aufbaumodule, in denen die fachwissenschaftliche Ausbildung intensiviert wird. Nach Abschluss des Vertiefungsstudiums ist eine Bachelorarbeit anzufertigen.

Bei Fragen wenden Sie sich an die Studienberatung.

Der Fachbereich unterhält besondere Kontakte zu folgenden Institutionen