Einflussfaktoren des Policy-Wandels: Transnationales Policy-Lernen und Vetospielertheorie am Beispiel der Umweltpolitik
| Leitung: | Prof. Dr. Christoph Knill (mit Prof. Dr. Katharina Holzinger) |
| Mitarbeit: | Stephan Heichel, M.A. und Dipl.Pol. Thomas Sommerer |
| Laufzeit: | 2006-2009 |
| Finanzierung: | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) |
Das Ziel des Forschungsprojektes ist es, Policy-Wandel im Bereich der Umweltpolitik zu erklären. Dabei soll der Beitrag zweier theoretischer Ansätze, der Vetospielertheorie und Theorien des Policy-Lernens, getestet werden, die sich in verschiedener Weise auf Policy-Wandel beziehen. Die Vetospielertheorie stellt die institutionellen Einschränkungen der nationalen exekutiven und legislativen Arena in den Mittelpunkt. Theorien des Policy-Lernens fokussieren dagegen primär auf die Motive und Anlässe des Policy-Wandels. Was bisher fehlt ist eine systematische Verknüpfung dieser beiden Ansätze.
Zu diesem Zweck wird im Rahmen eines makro-quantitativen Forschungsdesigns die Veränderung von 24 verschiedenen umweltpolitischen Maßnahmen über einen Zeitraum von 35 Jahren (1970-2005) in 25 OECD- und Transformationsstaaten untersucht.
Mit dem Projekt sind damit verschiedene neue Forschungsbeiträge verbunden. Erstens erfolgt erstmals ein systematisch vergleichender Test unterschiedlicher Theorien des Policy-Wandels. Damit einher geht zweitens ein quantitativer Test von Lerntheorien, die bislang primär in qualitativen Studien untersucht wurden. Drittens wird das Zusammenspiel internationaler und nationaler Ursachen für Policy-Wandel vergleichend untersucht. Viertens werden die empirischen Analysen auf Basis neuartiger, selbst erhobener und breit angelegter Daten zum umweltpolitischen Policy-Output (nicht Outcome) vorgenommen.







