Lehrstuhl für Internationale
Politik und Konfliktforschung

Login |
 
 

Research

 Traditionale Governance und moderne Staatlichkeit

In vielen Staaten gibt es ethnische Gruppen, die ihr inneres politisches Leben gemäß traditionaler Institutionen der kollektiven Entscheidungsfindung, Konfliktlösung und Gerichtsbarkeit regeln. Traditionale Formen der Governance ko-existieren mit der staatlichen politischen Organisation (Rechtspluralismus). Das Wissen darüber, wie sich diese Ko-existenz auf Staat, Demokratie und innere Konflikte auswirkt, ist sehr begrenzt. Dies ist vor dem Hintergrund eines potentiellen Zusammenhangs mit den Problemen der Demokratisierung und der hohen Zahl innerer Konflikte in solchen Staaten bedauerlich. Im Projekt soll erstens eine weltweite, makro-quantitative Untersuchung der Zusammenhänge zwischen dem Umfang praktizierter traditionaler Governance sowie ihrer Integration in die staatliche Organisation und dem Demokratieniveau einerseits, der Konfliktneigung andererseits durchgeführt werden. Diese Analyse soll zweitens mittels Länderfallstudien vertieft und erweitert werden. Da traditionale Governance besonders in Afrika verbreitet ist, werden sich die Fallstudien auf diesen Kontinent konzentrieren. Das besondere Risiko des Projekts besteht zum einen im bisher mangelhaften theoretischen und empirischen Wissen, was große Flexibilität beim Forschungsdesign erfordert, zum anderen in den Risiken der systematischen Datenerhebung bei den Feldstudien. Die Chance besteht darin, einen neuartigen Erklärungsbeitrag zu den Problemen Afrikas (u. a. Regionen) zu leisten sowie Demokratisierungsprozesse und den inneren Frieden zu befördern


Communication and Persuasion in Collective Decision Making

The internally funded (AFF) research project “Communication and Persuasion in Collective Decision Making” aims to draft a DFG-project that looks into the role of communication in negotiation processes. More specifically, we assess the deliberative quality in face-to-face negotiations and examine its impact on the results agreed upon in the collective decision making process as well as the satisfaction of the participants over these results. We make use of laboratory experiments in which participants negotiate different conflicts, defending the position they have been given. The conflicts are based on game theoretic models that define the parties' interests. The deliberative quality of the negotiation will be measured on the transcripts of the recorded debate.

If the DFG-project will be granted, I will write my dissertation on a related matter making use of the generated data. Since the same conflict will be repeated with different participants, enough data will be gathered for statistical examination.