Chair for Management,
esp. Strategy & Leadership

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Die Prozesse in geschlechter-heterogenen Teams

Leitende Fragestellung(en): Welche Probleme treten bei der Zusammenarbeit von männlichen und weiblichen Teammitgliedern auf? Durch welche Prozessvariablen kann der Zusammenhang zwischen Gender Diversity und verschiedenen Erfolgsoutcomes erklärt werden? Welche der von van Knippenberg et al. (2004) vermuteten Moderatoren/Mediatoren im Zusammengang zwischen Diversity und Group Performance konnten bereits für geschlechterheterogene Teams empirisch nachgewiesen werden?

Methode: Überblick über die aktuelle konzeptionelle und empirische Forschung (BA), Entwickeln eines Interview-Leitfadens und Durchführung einer Pilotstudie (MA)

Literaturhinweise:

  • van Knippenberg, D., De Dreu, C. K. W., & Homan, A. C. (2004). Work group diversity and group performance: an integrative model and research agenda. The Journal of applied psychology, 89(6), 1008-1022. doi: 10.1037/0021-9010.89.6.1008
  • Reskin, B. F., McBrier, D. B., & Kmec, J. A. (1999). The determinants and consequences of workplace sex and race composition. Annual Review of Sociology, 25(1), 335-361. doi: 10.1146/annurev.soc.25.1.335
  • Randel, A. E. (2002). Identity Salience: A Moderator of the Relationship between Group Gender Composition and Work Group Conflict. Journal of Organizational Behavior, 23(6), 749-766. doi: 10.1002/job.163

Gender Diversity und Functional Background in Führungsgremien

Mögliche leitende Fragestellung(en): Unterscheiden sich die männlichen und weiblichen Mitglieder der Führungsgremien (Vorstand und Aufsichtsrat) deutscher Groß-Unternehmen (DAX) hinsichtlich funktionaler Attribute (z.B. Berufs-/Führungserfahrung)? Unterscheiden sich geschlechterheterogene Führungsteams mit hoher funktionaler Heterogenität hinsichtlich ihrer finanzieller Erfolgskennzahlen von geschlechterheterogenen Führungsteams mit geringer funktionaler Heterogenität?

Methode: quantitativ-empirische Untersuchung (BA)

Literaturhinweise:

  • Hambrick, D. C., Cho, T. S., & Chen, M.-J. (1996). The Influence of Top Management Team Heterogeneity on Firms' Competitive Moves. Administrative Science Quarterly, 41(4), 659-684.
  • Smith, N., Smith, V., & Verner, M. (2006). Do Women in Top Management Affect Firm Performance? A Panel Study of 2,500 Danish Firms. International Journal of Productivity & Performance Management, 55(7), 569-593.
  • van Knippenberg, D., Dawson, J. F., West, M. A., & Homan, A. C. (2011). Diversity faultlines, shared objectives, and top management team performance. Human Relations, 64(3), 307-336. doi: 10.1177/0018726710378384

Work-Life-Balance bei Führungskräften

Mögliche leitende Fragestellung(en): Gibt es eine empirische Beziehung zwischen Work-Life-Balance und Führung, d.h. unterscheidet sich das Work-Life-Interface von Mitarbeitern in Führungspositionen signifikant von dem nicht führender Kollegen? Was sind die Antezedenten von Work-Life-Balance, insbesondere bei Führungspersonen? Existieren geschlechtsspezifische Unterschiede?

Methode: Überblick über die aktuelle konzeptionelle und empirische Forschung (BA), quantitativ-empirische Untersuchung (MA)

Literaturhinweise:

  • Darcy, C., McCarthy, A., Hill, J., & Grady, G. (2012). Work–life balance: One size fits all? An exploratory analysis of the differential effects of career stage. European Management Journal, 30(2), 111-120. doi: 10.1016/j.emj.2011.11.001
  • Guillaume, C., & Pochic, S. (2009). What would you sacrifice? Access to top management and the work-life balance. Gender, Work and Organization, 16(1), 14-36. doi: 10.1111/j.1468-0432.2007.00354.x

Gender Diversity Forschung in Nachbardisziplinen

Mögliche leitende Fragestellung(en): Welche Forschungsansätze zum Thema Gender Diversity werden aktuell in der Soziologie, im Bereich Gender Studies und in der Sozialpsychologie diskutiert? Welche Forschungsergebnisse existieren zu geschlechterübergreifender Zusammenarbeit (Gender Diversity in Working Teams) und zu den Besonderheiten in geschlechterheterogenen Gruppen? In welchen Bereichen finden sich Ergänzungen zu den Ansätzen und Ergebnissen der Managementforschung und in welchen Bereichen sind sie diesen ähnlich?

Methode: Überblick über die aktuelle konzeptionelle und empirische Forschung (BA)

Literaturhinweise:

  • Boerner, S., Keding, H., & Hüttermann, H. (2012). Gender Diversity und Organisationserfolg: eine kritische Bestandsaufnahme. Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, 64(1), 37-70.
  • Wharton, A. S. (2012). The sociology of gender: an introduction to theory and research. Oxford: Wiley-Blackwell.

Personalentlassungen

Mögliche leitende Fragestellung(en): Wie ist der aktuelle Forschungsstand über die Methoden der Mitarbeiterentlassung im deutschsprachigen Raum? Wie ist die empirische Forschungslage zum Einfluss gesetzlicher Normen (KSchG, BetrVG, etc) auf Mitarbeiterentlassungen?

Methode: Überblick über den aktuellen Forschungsstand.

Literaturhinweise:  

  • Weber, P. (2005). Das schlechte-Nachrichten-Gespräch: Angemessene Kommunikation angesichts von Aussichtslosigkeit. Organisationsberatung, Supervision, Coaching, 1, 31-40.
  • Bublitz, M. (2007). Coaching für das Führen von Trennungsgesprächen. Organisationsberatung, Supervision, Coaching, 14, 274-281.

Hidden Champions & Turnover

Mögliche leitende Fragestellung(en):

Wie ist der empirische Forschungsstand zu Turnover bei Hidden Champions und großen Unternehmen? Wie ist der Forschungsstand bezüglich der Faktoren, welche den geringen Turnover bei Hidden Champions erklären? Welche Methoden der Mitarbeiterauswahl werden von den Hidden Champions im deutschsprachigen Raum verwendet?

Methode: Überblick über den aktuellen Forschungsstand (BA), qualitative Befragung im Feld (MA).

Literaturhinweise:

  • Simon, H. (2009). Hidden champions of the twenty-first century success strategies of unknown world market leaders. New York, NY: Springer.
  • Simon, H. (1992). Lessons from Germany’s midsize giants. Harvard Business Review, 70, 115-123

„Beidhändige“ Führung in Veränderungsprozessen: die Rolle von Prozessfairness

Entwicklung von Untersuchungsmaterialien für eine Vignettenstudie (BA), Durchführung und Auswertung der Daten (MA).

Leitende Fragestellung(en): Wird die Beziehung zwischen „beidhändiger“ Führung (ambidextrous leadership) und einer positiven Einstellung gegenüber einer organisationalen Veränderung von der Prozessfairness moderiert? Wie verändert sich das Bild, wenn man die verschiedenen Prozessphasen betrachtet?

Methode: Vignettenstudie

Literaturhinweise:

  • Gebert, D., & Kearney, E. (2011). Ambidextre Führung. Eine andere Sichtweise. Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, 55, 74-87. doi: 10.1026/0932-4089/a000043
  • Oreg, S., Vakola, M., & Armenakis, A. (2011). Change recipients’ reactions to organizational change. A 60-year review of quantitative studies. Journal of Applied Behavioral Sciences, 47, 461-524. doi: 10.1177/0021886310396550
  • Rosing, K., Frese, M., & Bausch, A. (2011). Explaining the heterogeneity of the leadership-innovation relationship: Ambidextrous leadership. Leadership Quarterly, 22, 956-974. doi:10.1016/j.leaqua.2011.07.014

Führungsverhalten in den verschiedenen Veränderungsphasen: Was halten Experten für effektive Führung?

Entwicklung eines Kodierschemas und Reanalyse von vorhandenen Experteninterviews zu Führung in Veränderungsprozessen.

Leitende Fragestellung(en): Wenn Experten über Führung in Veränderungsprozessen sprechen, passt dies zum Führungskonzept der „beidhändigen“ Führung (ambidextrous leadership)? Finden sich Hinweise auf eine unterschiedliche Bedeutung der in diesem Konzept postulierten Verhaltensweisen in den verschiedenen Veränderungsphasen?

Methode: Reanalyse von Experteninterviews, qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring

Literaturhinweise:

  • Gebert, D., & Kearney, E. (2011). Ambidextre Führung. Eine andere Sichtweise. Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, 55, 74-87. doi: 10.1026/0932-4089/a000043
  • Mayring, P. (2010). Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken. Weinheim: Beltz
  • Rosing, K., Frese, M., & Bausch, A. (2011). Explaining the heterogeneity of the leadership-innovation relationship: Ambidextrous leadership. Leadership Quarterly, 22, 956-974. doi:10.1016/j.leaqua.2011.07.014

Die Rolle von Diskrepanzen zwischen erwartetem und erhaltenem Feedback

Entwicklung von Untersuchungsmaterialien für eine Vignettenstudie (BA), Durchführung und Auswertung der Daten (MA).

Leitende Fragestellung(en): Spielt es für die Akzeptanz von Leistungsfeedback eine Rolle, ob es eine Diskrepanz zwischen dem erwarteten und dem erhaltenen Feedback gibt? Ist es darüber hinaus wichtig, ob das Feedback aktiv gesucht oder passiv erhalten wurde?

Methode: Vignettenstudie

Literaturhinweise:

  • Ashford, S. J., Blatt, R., & VandeWalle, D. (2003). Reflection on the looking glass: A review of research on feedback seeking behavior in organizations. Journal of Management, 29(6), 773-799.
  • Kluger, A. N., & DeNisi, A. (1996). The effects of feedback interventions on performance: A historical review, a meta-analysis, and a preliminary feedback intervention theory. Psychological Bulletin, 119(2), 254-284.
  • Shrauger, J. S. (1975). Responses to evaluation as a function of initial self-perceptions. Psychological Bulletin, 82(4), 581-596.
  • Swann, W. B. (1990). To be adored or to be known? The interplay of self-enhancement and self-verification. In E. T. Higgins & R. M. Sorrentino (Eds.), Handbook of motivation and cognition. Foundations of social behavior, (Vol. 2, pp 408-448). New York: Guilford Press.